Antiquariat Altmann <Berlin>   [Hrsg.]
Autographen: aus allen Gebieten; Beaumarchais, Beethoven, Chopin, Darwin, Goethe, Haydn, Heine, Kant, Leibniz, Liszt, Melanchthon, Meyerbeer, Michelangelo, Mozart, Napoleon, Rubinstein, Schiller, Tschaikowski, Turgeniew, Verdi, Voltaire u.a.; Versteigerung: Montag, den 7. Mai 1923 (Katalog Nr. 25) — Berlin, 1923

Seite: 19
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Neun Distichen beginnend:

,,Siehe, noch nie hat sich anir elegisch die Lippe geöffnet. / lAber Du
bringst es hervor, Du und Dein rührend Gedicht! / Ich verkannte Dich nie,
auch nicht als Du von mir Dich wandtest. / Wolken, Nebel und Dunst
sich zwischen Freunde gedrängt“ /
und endigend:

Zugeboren ward Dir Element des Gesanges, Du ruderst / Wie in der Woge
der Schwan, leicht in dem rythmischen Fluß. / Mir wird schwerer die Tat,
doch hilft der Wille. Entgegen / schieß ich umarmend den Freund hier in
dem holprigen Lied!“

130 Lassalle, Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. Berlin, 23. Okt.

(1862?). 8°. i/2 Seite.

„Lieber Hofrat, Mittwoch mittag 5 Uhr, feiere ich durch ein kleines Diner
das immerhin glückliche Ereignis meiner Befreiung von der 4 monatl.
Reise in die Unterwelt! . . . .‘ (1862?)

131 —pSigenhändiger Brief m. Unterschrift. O. O. u. D. 8°. 3)4 Seiten.

„Verehrter _Herr Hofrat! Wo denken Sie hin, wegen eines Erbrechns
von heut Nacht, Freitag mein Souper verraten zu wollen!“ Nach längeren
scherzhaften Erörterungen fährt er fort: ,,Nun kommen diesen Freitag
Pfuel und Fürst Pückler und da sind Sie mir zur Kompletierung der heiligen
Trias absolut vonnöten. — Der dringendste und schlechterdings unrefüsier-
bare Grund ist aber, daß die Frau Gräfin v. Hatzfeldt“ (durch seine Unter-
stützung bei ihrem Scheidungsprozeß, die dabei veranlaßte „Kassetten-Rede“
wurde Lassalles Name bekanntlich in der Oeffentlichkeit zuerst bekannt)
„schon lange sich auf das Vergnügen Ihrer Bekanntschaft freut . . . .‘

132 — Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. O. O. u. D. Gr.-8°. 3 eng-

beschriebene Seiten.

Umfangreicher Brief, am Vorabend eines Vortrages geschrieben, meist tech-
nische Einzelheiten betreffend z. B. Anordnung der Plätze; er fürchtet, der
Platz könnte zu klein sein, usw.

133 — Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. O. O. u. D. Gr.-8°. 1 Seite.

An einen Hofrat, den er bittet, „die so geistreichen und schönen Verse, mit
denen Sie meinen ,Sickingen 'beehrt haben, mir gefälligst auf einem kleinen
Zettel zukommen zu lassen. Ioh habe das Bedürfnis, sie einer Freundin
von mir zu zeigen. . . .“

134 — Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. O. O. u. D. Gr.-8°. 1 Seite.

Freundschaftliche, launige Einladung (überschrieben: „Lieber, teurer Hof-
rat“), trotz Erkältung an seiner Geburlstagfeier teilzunehmen.

135 — Eigenhändiger Brie Unterschrift. O. O. (Berlin?) u. D. 8°. y2 S.

Freundschaftliche Einladung überschrieben: „Lieber Hofrat“.

136 Leibniz, ;Gottfr. Wilh., der große Philosoph, 1646—1716. Eigen-

händiger Brief m. Unterschrift. Berolini, 20 Martii, 1703. 3 Seiten.

8°. Lateinisch.

An den Ahbe von Marienthal M. Schmidt. Spricht an-
fangs von einer überstandenen Krankheit. „Diffi-
cillimis istis temporibus res societatis scientarum
Iente procedunt. ..“ Erörtert dann die Möglichkeit
der Annahme des gregorianischen Kalenders für die
deutschen Staaten.

137 — Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. („Godofridus Guilielmus
Leibnitius“d Luzeburgi, 25. Oktober 1704. 3 Seiten. 8°. Lateinisch.

An 'ir maxime reverende et eeleberrime fautor ho-
noratissime...“ Er dankt für übersandte Schriften
und bittet, die seinigen an Reimann zu sc.hicke|n.
Spricht von Joh. Georg Lenkfeld.

138 —• —Chevreul, Michael, der berühmte französische Chemiker, geb.
1786. Eigenhändiges Schriftstück. 6 Seiten. 8°.

Bemerkungen für eine Studie über die Monadenlehre von Leibnitz. Er
behandelt darin die Theorien dieses Philosophen in bezug auf' den Stoff,
den Raum und die Zeit. i

139 Lesseps, Ferdinand Vicomte de, der französische Diplomat und

Ingenieur,. Erbauer des Suezkanals, 1805—94. Eigenhändiger Brief

m. Unterschrift. Madrid le 29 Mai 1848. 8°. 2y2 Seiten. Französisch
u. 7 Zeilen spanisch.

An einen Freund kurz naeh seiner Ankunft in-Madrid: „C’est pour moi Un
grand bonheur de representer mon pays dans ce que je puis appeler ma
seeonde patrie . . .“

140 Liebknecht, Wilhelm, der bekannte sozialdemokratische Parteiführer,

1826—1900. Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. Dresden, 28. 5.

1888. 1 Seite. 8°.

Dankt seinem Rechtsanwalt für die glänzende Verteidigung.
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