Antiquariat Altmann <Berlin>   [Hrsg.]
Autographen: aus allen Gebieten; Beaumarchais, Beethoven, Chopin, Darwin, Goethe, Haydn, Heine, Kant, Leibniz, Liszt, Melanchthon, Meyerbeer, Michelangelo, Mozart, Napoleon, Rubinstein, Schiller, Tschaikowski, Turgeniew, Verdi, Voltaire u.a.; Versteigerung: Montag, den 7. Mai 1923 (Katalog Nr. 25) — Berlin, 1923

Seite: 29
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227 Schopenhauer, Arthur, der deutsche Philosoph, 1788—1860. Eigen-

händiger Brief m. Unterschrift. Berlin, d. 12. Juni 1830. 4°. 1 Seite.

„Euer Wolilgefcoren werden meinen Brief vom 10. mit der reichon Druck-
fehler-Liste erhalten habcn, weiche ich noch durch nachjätehende vier zu
. vervollständigen mich beeile, in der Hoffnung, da!i auch diese liinten
im Bande angezeigt vverden können. Sie werden cs mir uijiit verargen, daß
ich ein kleines, mit so vieler Liebe ausgearbeitetcs Werk, dein Publikum
gern, so viel an mir liegt, vollkommen überliefern möchte. Ganz er-
gebenst“ (Unterschrift uncl Datum.) ,.Ich holfe, daß die Langssamkeit, mit
welcher dies Buch gedruckt vvird, und die ich oft beklagfc liabe, ’mir jetzt
hinsichtlich der Druckfehler zu statten kommt.“

228 Schumann, Robert, der große Komponist u. Musikschriftsteller,

1810—56. Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. Leipzig, 1. Dezember
1840. 1 Seite. 4°. Mit eigenhändiger Adresse.

An Woldemar Biering iu Neustadt-Dresden. Er hittet aus dessen Äufsatze
in der Zeitschrift für Musik ,,das auf C. M. ’von 'Web.er Bezügliclie" ab-
drucken zu dürfen.

229 —Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. Düsseldorf, 2. Februar 1851.
1 Seite. 8°. Mit eigenhändiger Adresse.

A n d e n Musikhändler W h i s 11 i n g i n L e i p z i g. ,, D i e
K o m p o si t i o n e n m ein e r F r a u a1s A n f a n g zu geben,
n i m m t s i c h n i c h t g u t a u s. Si e wie i'c h protestiere d a -
g e g e n. E s s o 11 j a e b e n ei.no Belebu'ng m e i n e r Kompoi
sitionen sein. .. Probestück der Motette habe icli
e r h a 1 t e n,. . .“

230 Seyfried, Ignaz Ritter von, österreichischer Komponist, Schüler
Mozarts, 1776 —1841. Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. (,,Sfrd.‘‘)
V(on) H(ause), 17. July, 1822. 1 engbeschriebene Seite. 8°. Mit Adresse.

An den Verieger Haslinger in Wien, den er um Zahlungsaufschub für ein
fälligcs Darlehn bittet und anfragt, ob seine Motetten noch nieht 'gestochen
seien; er möchte seine Schuldenlast gern kennen lernen. Er bittet um
Rat, ob er eine Messe an Breitkopf in Druck gebcn soü.

231 — Eigenhändiges Schriftstück. Ohne Ort u. Datum. 2 Seiten.

Selten. Eigenhändiger Entwurf für die Ankündigung ciner Neuausgabe von
Mozarts R.equiem. ,jWenn IMnzai'ts unsterblicher Scliwanengesang schon
seit 3i Jahren die hohe Bewunderung der Kenner fesselte und bei j'eder
Aufführung in allen Anwesenden tiet'e Rührung, wahre Andacht und b'e-
geisternde reiigiösc Erhebüng hervorbrachte, so muß. das Iuteresse für dieses
Meisterwerk um so mebr in einem Zeitpuukte erhöht werden, wo e.ines
Teiles die Echtheit dessclben auf eine kaum denkbare Weise angefochten. i

232 Spencer, Herbert, der berühmte englisclie Philosoph, geb. 1820.
Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. 38 Queens gardens‘23. 2.
(18)82. Quer-8°. 1 Seite. Mit eigenhändiger Adresse.

An den Schuldircktor Dr. Vogel in Potsdam: „You may put my name dovvn
as one who has subseribed to the Pestalozzi memorial but I cannot under-
take anything mcre. . . .“ und zum Schluß: „You ask for my litlea. I bave
none^ ar.d have mlade a point of refusing ali 'that have been offered.

232aStammbuch. — Ludevrig, Job. Peter von. Album amicorum des
deutschen Rechtsgelehrten und Publicisten J. P. von Ludewig. Mit
47 farb. handgezeichneten Wappenabbildungen.
teils auf Pergament, und Eintragungen deutscher Adliger
aus d. J. 1697—1739. In 4°. Ldrbd. m. Goldpressung u. Goldschnitt.

Aeußerst interessantes Stammbuch des berühmten deutsclien Rechtsgelehrten
und Historiographen Johann Peter von Ludewig (15. VII. lü'38 bis 7. IX.
1743), der iin .Jahre 1719 von Karl VI. in den R.eichsa,dcl erhoben wuddö,
üem 1721 die Kanzlerwürde der Uni\Jersilät Hallel a. S. und 1741 die Kanzler-
würde der Magdeburgischen Regierung verliehen wurde.

Auf dem ersten Blatt erhält das album amicorum naclisfcehende eigen-
händige und signierte Eintragung Ludewigs:

Gratae ac beneuolae memoriae illustr. quondam auditorum rcquisitis eorundem
nominibus atque gent tesseris conspicuis in lioc albo ab an. 1697 in gratiam
iienturae posteritatis. J. P. Ludewig.

Daran schließen sich die 4 7 ä u ß e r s t p e i n 1 i c h m i t d e r II a n d
in Gold und Farben gemalten Wappen (teils von F. G.
Richter signiert) mit eigenhändigen, aus Halle aus d. J. 1697—1737
clalierten, lateinischen Eintragungen deutscher Adliger: S. 1—14 leer, S. 15:
Hen.r. G. Comes de Waldeck et Pyrmont, S. 17: Charles Chretien Comte
de Leiningen-Westerburg, S. 19: Casimir Comes in Sayn et Wittgenstein
Beriienbufg, S. 21: Anselmus Comes de Promnis, S. 23: Comes de Wiedt,
S. 25: Un.bezeichnetes Wäppen auf Pergament, S. 27: Gg. Fried. Burg-
gravius de Kirchberg, Comes de Sayn et W., S. 29: Comites de ’Windisch-
grätz, S. 31: Joh'. Hovora Comes de Ronov et Biberstein, S. 33: C. Christ.
Wilh. Comes de Püekler, S. 35: Wlih. Ad. Comes a. Rantzau et L.,

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