Antiquariat Altmann <Berlin>   [Hrsg.]
Autographen: aus allen Gebieten; Beaumarchais, Beethoven, Chopin, Darwin, Goethe, Haydn, Heine, Kant, Leibniz, Liszt, Melanchthon, Meyerbeer, Michelangelo, Mozart, Napoleon, Rubinstein, Schiller, Tschaikowski, Turgeniew, Verdi, Voltaire u.a.; Versteigerung: Montag, den 7. Mai 1923 (Katalog Nr. 25) — Berlin, 1923

Seite: 35
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ris d’une maniere egalement fautive et tronque e“.
ln seiner Pucelle spiele er nicht an auf „une personne qui
joue un grand rolle auj ouyd'hui (Mme de Pompadou r)“,
sondern auf „une personne quiest morte en 1744 (M' m e
de Chateaurou x)“. Jedes Jahr werde M. de la Leu,
Sekretär von Voltaire, Lutton für anerkennende Be-
richte über seine Arbeiten ihm auszahlen „c e q u ' i 1
f a u d r a“.

290 Voltaire. Brief m. eigenhändiger Unterschrift („V“) u. mit eigen-

händiger vierzeiliger Nachschrift. Au Chateau de Tournay, 9 aout
1760. 31/2 Seiten. 4°.

(Jmfangreicher und bedeutender Brief philosophischen Inhalts an M. de
Mairan. „. . . Je sais que des philosophes d’un grand merite ont cru voir
quelque conformite entre ces peuples, mais on a trop abuse de leurs*
doutes. . . . Car Mr. Guigne se moque encore du rnonde avec son histoire
des huns. . . .“

291 — Eigenhändiger Brief m. Unterschrift ,,V“. Aux Delices, 15 fevrier,
ohne Jahr. 2 Seiten. 4°. Mit AdreSse u. sehr schön erlialtenem Ring-
siegel. Italienisch.

An le Comte Algorati. Hübscher Freundschaftsbrief.
„H o raro la facolta di scrivere col’ propio pugno ca-
rissimo mio cigno, havete veduto dunque la bella
duchessa ingleze... l’ho riverita ujia solva volta
quandolanostramerope franeescafue rappresentata
da noi a ferney... mi disprace molto che’l mio caro
cigno non voglia voläre dequa della alpe la prossima
primavera... Adio caro vo amero till death.

V.“

292 — ZeitgenöSsische Abschrift seines Gedichtes: „Poeme du Sr. de Vol-
taire fait en deux jours Sur la Bataille de Fontenay, remportee le
11 juin 1743 par Louis XV contre les Anglais, Hollandais et Autri-
chiens, commandes par le Duc de Cumberland.“ O. O. u. D. 5 eng-
beschriebene Seiten. Folio.

Gedicht von ea. 230 Verszeilen, beginnend: „Quoy, du siecle passe Ie
fameux satirique / aura pris dans ses mains la trompette heroique / “

Es klingt aus: „ . . . Le plus öhery des Rois est aussi le plus grand.“ Mit
mehreren erklärenden Randglossen. — Das Gedicht ist bekanntlich, mit
Ausnahme der Henriade, das einzige Werk, dessen Autorschaft V. nicht
abgeleugnet hat. .

293 Wagner, Richard, 1813—1883. Eigenhändiger Brief m. Unterschrift.

Tribschen, 28. 12. 1870. 1 Seite. 8°.

Schöner Brief (Neujahrswunsch) an den Hofrat von Düfflipp in Diensten
Ludwig II. v. Bayern. „. . . Bleiben Sie mir ein Freund wie Sie es
waren, das ist es, wäs ich von Ihnen mir erbitte!“

294 Wagner, Siegfried, der Dirigent u. Komponist, Sohn von Richard

und Cosima Wagner. Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. Bayreuth,
15. Sept. (1)915. 8°. 1 Seite.

„Anbei einige Takte aus dem Fahnenschwur . . .“ ferner über die Publi-
kation von Briefen. — Am Rande (ohne Schriftverlust; gelocht.

295 Weltkrieg. — Bethmann-Hollweg, Theobald von,

der deutsche Reichskanzler, 1856—1921. Eigenhändiger Brief m.

Unterschrift. (London), 27. 6. (19)08. 8°. 4 Seiten.

An eine Baronin über die Besichtigung ihrcr Gemäldeausstellung durch
den englischen König. — Ein Dankschreiben für die Uebersendumg eines
ostpreußischen Schauspieles, datiert Berlin, den 10. März 1915, mit eigen-
händiger Unterschrii't, liegt bei.

296 — Bülow, Bernhard K. M. K., Fürstvon, der ehemalige
deutsche Reichskanzler (1900—09), geb. 1849. 3 Briefe mit eigen-
händigen Unterschriften („Bern Bülow“ bzw. „Graf von Bülow“),
eigenhändigen Grüßen u. Komplimenten. Berlin 1900—04. 4°. und 8°.

An den ehemaligen Lehrer seiner Geschwister, Dr. Gensichen, über Fa-
milien-Angelegenheiten.

297 — Conrad v. Hötzendorf, Franz, der ehemalige Chef des
österreichischen Generalstabes, geb. 1852. Vier eigenhändige Unter-
schriften (mit Kopierstift). (Im Felde, November 1917.) Quer-8°.

Ein Beglei’tschreiben seines Personaladjutanten liegt bei.

298 — Emmich, Otto von, Infanterie-General, der Eroberer von
Lüttich, 1848—-1915. Eigenhändige Unterschrift (Ausschnitt). Sauber
aufgezogen. Quer-8°.

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