Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 48
DOI Heft: 10.11588/diglit.29169.4
DOI Artikel: 10.11588/diglit.29169.8
DOI Seite: 10.11588/diglit.29169#0058
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1876/0058
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
48

ZUR GRIECHISCHEN KUNSTGESCHICHTE

I. n. 333., von der Kirchhoff walirscheinlich gemacht liat,
dass sie die Dedicationsurkunde der Athene Promachos war1.

II. Lysimache des Demetrios. Paus. 1 27, 4 sagt, nachdem
er den Poliastempel beschrieben hat, rcpö; St tw vaw tvi; Ä0r(vä;
tati p.ev eOvipi? (eÜTipr,? a, eüpnipt; La, eüvipa; Yt, eür'pt; Vb Lb N M)
TrpecSuTt?, ogov tc r.'hjzo; p.a'XtGTa, cpaptivv) Stay.ovoi; etvat AuGiptötYYi
(AuGtpta^ri codd. aliquot), eGTt Se äyaXp.aTa (jteyäXa ^aXx.oü Ste-
GTWTe; ävSpe; e; p.äyr,v x.tX. Toupius und Bekker glaubten an
eine unbekannte Dienerin einer Lysimache Eueris, und lasen
dementsprechend Eüvipt;—AuGtp.äyj.Ein EigennameEürjpt; scheint
aber überhaupt nicht vorzukommen. Der Zusammenhang der
Stelle rnacht vielmehr unzweifelhaft, dass es sich um eine
Poliaspriesterin handelt, und als solche ist Lysimache bekannt
aus Plut. de vit. pud. 14 VIII 114 ed. Reiske: Auctgäyvi §s

ÄÖr,vr,Gtv, */] tz; IloXtäSo; tspeia, twv t« ispä TrpooayaYOVTtov öpstox.6-
p.cov syYsat x.sXsuovtcov* ÄXX’ oxvw, st7rs, p.*/) x.at toüto TräTptov ys-
vr,Tat. Mit gutem Grunde hat man daher die Angahe des Pli-
nius 34, 76 Demetrius Lysimachen (fecit) quae sacerdos Mi-
nervae fuit LXIY annis, mit der Nachricht des Pausanias

1 Die bewusste Stellung des Colosses soll sieh zuerst finden in einem über-
aus seltenen AVerke eines Belgiers Guillaume Caoursin de Obsidione Rhodiorum
a. 1480, Ulm fol. 1496, deutsch bei Fluch, Strassburg 1513. — Eine Abbildung
enthselt, wie mir A. Conze mittheilt, die in den bisherigen Untersuchungen
nicht beachtete Publication: Septem orbis miracula etc. in aeneas tabulas ab
Antonio Tempesta Florentino relata, a Iusto Rychio Gaudense versibus cele-
brata. Romae anno CIO. IOC. IIX.

Quis Rhodii cligne versu sublime Colossi
Cantet onus, radiansque caput coeloque minanteis
Extensas immane manus? quas, pondere tanto
Indignata, gravi decussit terra ruinä.

Dazu Ansicht der Stadt, des Hafens. Hinten steht am Ufer der Coloss auf
einer Basis aufrecht, nicht mit gespreizten Beinen ; bsertig, mit einem Ge-
wande bekleidet, das von der linken Achsel herabfallend den untern Theil des
Koerpers bedeckt; die linke offene Hand nach unten gesenkt, die rechte mit ei-
nem Feuergefeess hoch erhoben. (Also neben der falschen Vorstellung schon
früh eine Iheilweis berichtigte). Weiter vorn ist der Coloss gestürzt abgebildet;
nur die Beine stehen nocb, die übrigen Stücke liegen am Boden und eine
Menge Menschen sind beschseftigt, dieselben auf Kamele zu laden. Yorn Krie-
ger, Tiirken etc.
loading ...