Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 71
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ZUR TOPOGRAPHIE VON MARATHON

Die beiden Schriftsteller, welche Bemerkungen über die
ganze Tetrapolis machen, sind Strabo und Pausanias. Erste-
rer sagt 9 p. 383 : EouOo; tr,v Epsy_0ow? Ouyaxspa Y'/ip.a<; wxios
T7]v TSTpaTCo'Xtv Tvfc AxTtx,r,;, Oivozv MapaOwva npooaXtvOov x,at Tot-
x,6puv0ov und nennt p. 399 in der wahrscheinlich aus einem
Periplus hergenommenen Aufzählung der grösseren Küsten-
demen Attikas von denen der Tetrapolis die drei npo§aXtvOo<;,
MapaOwv und Tptx,opuvOo?, worauf dann Rhamnus folgt. Da in
dieser Aufzählung nur die grösseren, keineswegs aber alle
Küstendemen des attischen Landes berücksichtigt werden und
unter diesen Otvor, nicht genannt wird, so ist der Grund ent-
weder dass Otvovi mehr landeinwärts lag oder nur ein unbe-
deutender Demos war. Unter den von Strabo aufgezählten
Demen zwischen Phaleron und Sunion finden wir nun aucli
den der AagtTToetvon dem es doch ziemlich sicher steht,
dass er zwischen Yari und Koropi an der Stelle des jetzigen
Lambrikä laa;. Die Zweitheilung dieses Dernos in einen ohern
und einen untern zeigt, dass er ein bedeutender war; er lag
aber nicht unmittelbar am 'Meere und gewiss ebenso weit von
demselben entfernt als das jetzige Ninoi, das den alten Namen
fast unverändert bewahrt hat. Der Grund dafür, dass Strabo
Otvövi nicht mit aufzählt, ist danach gewiss der, dass er zu
den unbedeutenderen gehörte. Sonach ergibt sich für das Thal
von Marathona, dass dies nicht ganz oder auch nur zum grös-
sern Theile dem Demos oivövi gehörte und wir sind berech-
tigt, in dasselbe noch einen der drei anderen zu versetzen.
Ich füge nocli hinzu, dass Ninoi gewiss nicht die Lage hat,
um als der für eine Ansiedlung geeignetste Punkt cles Län-
genthals von Marathona gelten zu können. So sind wir da-
rauf hingewiesen, Probalinthos nacli Yrana, Marathon nach
dem jetzigen Marathona und Trikorynthos nach Kato Suli zu
verlegen. Genauere Angaben finden sich beim Strabo . nicht.

Pausanias I 32, 3—6 dagegen geht näher auf Einzelheiten,
aber nur der Hauptebene, ein und erwähnt nur noch gleichsam
nachträglich einen von der Ebene weiter entfernteren Punkt,
nämlich die Panshöhle. Unter den in der Ebene befindlichen
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