Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 82
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ZÜR TOPOGRAPHIE VON MARATHON

oel aus die Fahrstrasse unten, avo die Makaria hervorspTü-
delt, mit leichter Mühe vertheidigt werden kann und zwei-
f'ele durchaus nicht dass hier auf dieser Höhe die Burg von
Trikorythos gelegen hat. Die Demoten wohnten oline Zweifel
in dem durch den Hügel von dieser Seite her vollkommen ge-
deckten Thale von Kato Suli, in welchem sicli sowohl in und
beim Dorfe selbst manche Reste, namentlich einige auf He-
rodes Atticus zurückgehende Inschriften gefunden haben als
auch weiterhin hei der Kapelle des Hag. Vlasis, welche ge-
wiss an die Stelle eines alten Heiligthums getreten ist. Bei
der Besteigung des Stavrokoraki fand ich noch einen zweiten
interessanten Rest aus dem Alterthum. Es liegt hier nämlich
auf einer seiner höchsten Erhebungen hart am Rande über
der Ebene ein antiker runder Wartthurm, dessen Dm. 6, 10
Mtr. beträgt; der Eingang scheint an der Westseite gelegen
zu haben. Es sind noch 3—4 Steinlagen erhalten. Von die-
sem freigelegenen Punkte aus überschaut man die ganzeHaupt-
ebene der Tetrapolis und bedeutende Strecken ihrer Seiten-
thäler. Der Thurm ist etwa ehen so weit von Marathona als
von Kato Suli entfernt und hatte im Alterthum wahrschein-
lich eine solelie llöhe, dass man von hier nach Marathon und
Trikorythos Signale geben konnte. Es bleihen nun noch die
Thäler von Marathona und Vranä zur Besprechung übrig. Von
den antiken Resten bei dem ersteren ist bereits die Rede ge-
wesen. Auch das Bemerkenswertheste von Ninoi ist gelegent-
lich schon angeführt und die mit Marmorquadern gefasste
Quelle unweit des fränkischen Thurmes durch die Beschrei-
bungen hei Leake und Ross bekannt genug. lch füge nur noch
hinzu, dass die Mauerreste in Ninoi sicli zum grossen Theil
an den Fuss des Aphorismo hinanziehen. Von dem Thale von
Ninoi führt ein Fussteig zwischen Ivotroni und Aphorismo
nacli dem fliale Avlona, vor welchem im äussersten Winkel
der Ebene Vranä liegt. Das Tlial Avlona, über welches w. u,
noch Einiges gesagt, werden soll, hat vermuthlich wie Ninoi
seinen alten Namen fast unverändert bewahrt, es hiess im
Altertlmm wahrscheinlich aüXoiv. In und an demselben finden
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