Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 166
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AUS LAKONIEN

lö6

der Fluss in kleinen Kaskaden über die Felsen herabbraust,
ist der Weg, um den Felsvorsprung zu umgelien, so angelegt,
dass er einer Biegung des Thals folgend erst schwach ansteigt
und auf den Fluss zuläuft, dann 15 Schritte weit bei einer
Breite von 1,60, mit steilem Abfall gegen den Fluss, hin-
läuft, um wiederum nach der Seite einbiegend allmählich zu
fallen. Die Bergwand ist an dem Felsvorsprung, wo der Weg
zumeist an den Fluss herankommt, auf 1,50 Höhe bearbeitet,
und zeigt etwa 1,00— 1,30 über dem Boden die folgenden
stark verwitterten Inschriftenbei deren Aufzählung von Os-
ten angefangen ist.

(S. auf der vorhergehenden S.)

An der erwähnten zweiten Einbiegung stelit rechts von 2
kleinen Yotivnischen a. Der letzte Buchstaben O oder 9.
Buchstabenhöhe 0,12. b. Kop<ptarat, nav[t. c. Ttxua Schon an
der Seite steht d. Kpotptdxat, darunter sind in 3 Zeilen nur noch
einzelne Buchstaben zu erkennen. Z. 4 viell. Ht[a]p6[v. In dem
Beinamen des Pan KpocptdTa; oder mit der Metathesis Kop<pta-
xut; ist uns wohl der Name einer nahe gelegenen Örtschaft
oder eines Berges erhalten Kpocpta (Kpocptat). Die zur 2. und 3.
Inschrift gehörigen Anatheme können eutweder am Rande
des Felsens, wo noch eine Leere erhalten ist, oder in den 4
flachen quer über den Weg laufenden Vertiefungen, deren
breiteste 0,31 misst, gestanden haben, so dass dadurch eine
ähnliche Aufstellung gewonnen wird, wie bei der oberen Ter-
rasse des Heiligthums der Aphrodite Phile an der Strasse
nach Eleusis.

B. VVEIL

1 Die Inschriften sind bereits zweimal besprochen von n. A. Kopv^vo;, dp-
'/_«.toXoY'.y.a! SiaTptöal (Iv Tpi7töAst 1874) p. 18 und von IIsTotSa]? dp/aioX. Ips6va
p. 68 ff
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