Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 175
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MISGELLEN

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lochosinschrift (C. I. A. 466) identificirt werden darf. Es darf
nicht auffallen, dass dieser sich auf dem Phrasikleiasteine als
Parier bezeichnet, während auf dem Antilochosdenkmal die
Heimatsangabe fehlt. Die Werkstätte des Aristion war sicher
in Athen, wo ja aucli der letztgenannte Stein aufgefunden
wurde. Wahrscheinlich fand er in der ersten Zeit seines
Aufenthaltes daselbst für nöthig, sein Vaterland mit anzuge-
ben, war aber später bekannt genug, um sich mit Angabe
seines Namens allein zu begnügen. Möglicherweise ist noch
ein dritter Stein vorhanden, der einst als er noch vollständig
war den Namen desselben Künstlers enthielt. Ich meine den
bekannten Grabstein des Xenophantos. Dieser ist nach Kirch-
hoff in den Abhandlungen der Berliner Akademie 1873 noch
einmal von Kumanudis in der Äp^. e<p-/ig. N. F. Hft. IZ', Taf.
72 publicirt und S. 484 besprochen. Hier wird das auf einer
Nebenseite des Steins erhaltene apto; als Rest der Bezeichnung
des Todten als Pariers betrachtet und also [Esvö^avTo; njapto;
ergänzt. Mir scheint es vorzuziehen, auch hier

[ÄpioTtwv n]apto;

[[Jt’ ETC6YiC£]

zu ergänzen. Sollte dann Kumanudes Recht haben, wenn er
die bekanntlicb nicht weit von der Xenophantosinschrift ge-
fundenen Relieffragmente als zu der Inschrift gehörig betrach-
tet, und nicht ohne Wahrcheinlichkeit, so hätten wir hier
noch Reste von der Hand des Meisters, dessen zum Antilochos-
und Phrasikleiasteine gehörende Arbeiten leider verloren ge-
gangen sind.

H. G. LOLLING.

Mosaik in Sparta.

Zu dem im J. 1872 in Sparta aufgedeckten Europa-Mosaik
(G. Hirschfeld Bullet. 1873 S. 213) ist 2 Jahre später in dem-
selben Stadttheil nur mehr nach Süden ein anderes hinzuge-
kommen, das sich zwischen dem neuen Demarchion und dem
neuen Museum im Hofe des I^wpYio; Moupagua; befindet. Es
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