Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 230
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INSCIIRIFTEN AUS DEAI PELOPONNES

so dass diedialectisch interessante FonnTlo'Xu/pETEia gesicliertist.

Sparta. Die nachstehenden Inschriften copirte ich im Mu-
seum zu Sparta. Ein die Angaben der F undorte enthalten-
der Katalog war bisher nicht zugiinglich ; die bezüglichen
Notizen, wo solche im Folgenden gegeben sind, hat Herr Dr.
Matsas in Sparta die dankenswerthe Güte gehabt mir zukom-
men zu lassen.

1 — 3). Drei kleine Grabstelen.

A I A E T O £ BAIPBE A I AHH I A^

EAPOAEMOI E N P O / EAPOAEMfll

«ef. im Dorfe Magula. gef. in der Nähe des

O O O

Ila'Xiöx.aoTpov.

Aivvito; ev TCoXöatp, Aipr,f[i7üTCO?] ev TroX^Egw], Atv/ita? sv TroXEg«.
Die Namen Aivzto;, AtprAi7C7ro? und Atvnata? sind alle auch
sonsther als laconische zu helegen. Für den Uebergang eines
inlautenden Sigma in den Spiritus asper waren bis jetzt drei
inschriftliche Beispiele bekannt: lloss, inscr. gr. ined. I n.
33. Hermes III S. 449 n. 3 und 4; diesen fügen sicli jetzt
zwei der obigen Inschriften sowie unten n. 5 hinzu. — Da
man nach dem Alter der Inschriften 1 — 3 annehmen muss,
dass die in ihnen genannten Spartaner im Auslande fielen
und dort hegrahen wurden, so sind diese Steine als Erinne-
rungszeichen zu betrachten, die in den Heimathsorten der
Todten aufgestellt waren. Grahschriften im Felde gefallener
Krieger waren nach einer Notiz des Plutarch (inst. Lac. Beis-
ke A I p. 886) die einzigen, welche Lykurg zuliess. Fand
diese Beschränkung wirklich in ältester Zeit statt, so müssen
wir, da uns alte sparlanische Grahschriften erhalten sind (vgl.
C. I. G. 15 und Add., Hermes 1875 S. 153 ff.), annehmen,
dass dieselbe hald wieder in Abnahme eerathen sei. Yielleicht

O

hat aber auch Plutarch eine ihm überkommene Angabe, dass
Lykurg für die Grabschriften gefallener Krieger nur eine be-
stimmte stereotype Form zuliess, dahin missverstanden, als
oh Lykurg nur Grabschriften gefallener Krieger zugelassen
habe. Dass in der älteren Zeit, welcher die obigen Inschriften
angehören, den im Felde gefalienen Spartanern stets Inschrif-
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