Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 232
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INSCHRIFTEN AUS DEM PELOPONNES

LeBas Add. 162 j, 162 a, 162 b; Bt6Xa; Le Bas 163 c; Eupu-
ßa'Xx.vj«; Le Bas 163 c; <I>aßsvvo; Le Bas 841 ; Boivs - - Le Bas
255 c. ■— Die Jnschrift zeigt viel Aehnlichkeit mit C. I. G.
1388 (vgl. auch 1387):

MsvsoToaTO; CTatpuXoSpoga;
l;r7Tö3ap.o; tspsu;.

Hieraus und aus dem Arrangement der Zeilen in der Inschrift
des Eubalkes möchte ich scldiessen, dass dieselbe so zu er-
gänzen sei:

Aiap'/i; laps[u;]

Eüßa‘Xzvi; ÖXu{jt,7uovi5ta[; GxaipuXocipoga;].

Von Eubalkes, der den Vorhiufer in der Staphylodromie ein-
geliolt hat, wird in der Inschrift, die diese Thatsache feiert,
auch ein älterer Sieg bei den Olympien erwähnt.

5) Auf einem rolien Steine :

ff#HOIAAN

IIIIIIHIII NAnoi

üoolSav. Die zweite Zeile ist mir dunkel. Nach dem zweimali-
gen nool3avt, welches die beiden Inschriften auf Taenaron
(Hermes III S. 449) boten, liefert diese Inschrift das dritte Bei-
spiel fur den Diphthong oi in der zweiten Sylhe. Als viertes
möge sich anschliessen nor]oi3ata, was ich in einer altsparta-
nischen Inschrift hei Leake (Travels in the Morea vol. II p.
521, plate n. 71. lin. 18) glaube herstellen zu müssen. So würde
aucli die Lesung nocoiSav auf einer altarkadischen Inschrift
(Ross inscr. ined. I 7) gegen Ahrens (Philol. XXIII S. 19) wieder
an Wahrscheinlichkeit gewinnen, wenn es gelänge, diebeiden
dort nachfolgenden Zeichen zu erklären. Es sei die Vermu-
thung gewagt, dass Ross auf dem inübelem Zustand befindli-
clien Steine /X aus 1 W verlesfii und zwei I übersehen habe;
dann liest man in einer Bogenlinie rückläufig Tpa^[m]o[i]. Das
über dieser Basis befindliche Relief mochte Thaten des Hera-
kles darstellen, bei denen die Trachinier betheiligt waren ;
dass deren Name zwischen zwei andere eingeklemmt ist,
kann seinen Grund in dem Arrangement der Figuren gehabt
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