Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 277
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ZUIA PERIEGESE DER AKROPOLIS

Icli kann zunächst bestätigen, dass die Spuren des von E an
aufwärts gegen Südosten führenden Weges sicher nicht auf
die Mittelöffnung der mnesikleischen Propyläen zu gelien
und also nicht etwa mit diesem Bau in Verbindung stehen;
sie füliren vielmehr, wrie ich das schon 1860 auf meinem
Plan zu Jahns descripiio arcis Athenanim angedeutet habe (vgl.
n. rhein. Mus. XVII, 217), zu dem nächsten Intercolumnium
gegen Süden hin und endigen liier erheblich tiefer als der
Eingang zum Mittelwege der späteren Propyläen liegt. Ver-
folgfc man nun diese Richtung, und envägt ferner, dass die
Fortsetzung des Weges docli am natürlichsten den Thorbau
bei A oder dessen Verlängerung, und ebenso die Felsstufen
bei B im rechten Winkel passierte, so ergibt sicli, dass das
Monument C ausserJialb des Weges lietmn blieb und dass der
Weg im Wesentlichen die Richtung einschlug, welche ihr
auf dem Kärtchen zugewiesen ist, so wenig sich aucli für jede
Einzelheit, namentlich für die etwas starre Gradlinigkeit der
einzelnen Wegstrecken eine Bürgschaft übernehmen lässt.
Ein Vergleich mit dem auf der Karte in verlorenen Linien
angedeuteten wahrscheinlichen Verlauf des mnesikleischen
Aufganges 1 zeigt, dass bei letzterem eine sanftere Steigung
angeordnet ward, ganz der Steilheit des ansteigenden Terrains
entsprechend. Von der Thür bei A muss man annehmen, dass

1 Vgl. Iwanoff annaii 1861 S. 275 ff. TaF. L Sein Aufriss der Grnndmanern
des Nordflügels (Taf. K) mag Iffer durcli einen gleiclien des südlichen Flügels
einschliesslich der Nikebastion ergänzt werden (TaF. XV Fig. 2), da die Tafcl
bei Ross (Tempel derNike Apteros Tf. 4) nicht ausreicht, um die Unmögiieh-
lceit eines im mnesikleischen Plan gelegenen Treppenbaues erkennen zu lassen.
Der ganze Unterbau der Nikebasfion bis an das marmorne Gesims ist ausPoros-
quadern aufgeführt. So weit diese in der Zeichnung weiss gelassen sind, sind
sie vollsfändig bearbeitet. Nur springen die beiden Blöcke aa ein wenig, dic
darunter befindlichen b b etwas weiter aus der Mauerflucht vor; aucli ist bei
den Blöcken aac versäumtworden den Schein einer Stossfuge durcli eine ein-
gehauene Rille hervorzurufen, wie dies bei einigen zwischengelegten Läufern
der Binderschichten 5 und 7 der Fall ist. Alle schraffiert wiedergegebcnen
Blöcke sind ungeglättet; bemerkenswerth ist der zur Hälfte rauli gelassene
Block d (Schicht 11). Diese unfertigen Theile cles Unterbaues springen verschie-
dcn weit aus dcr Wandfläche vor, ee z.B. 0.64 M. Zwischen dem Block F
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