Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 296
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ZÜU PERIEGESE DELl AKROPOLIS

Die Seitenflächen sind sämmtlich nur ohenhin hearheitet.
Zweifelhaft kann also nur sein, oh und wie \iele Blöcke
etwa zwischen diesen Endhlöcken felilen. Leider hahe ich
yersaumt die Masse so genau zu nehmen, dass sich da-
nacli hestimmen liesse^, oh die Klammerspuren der beiden
Blöcke genau an einander passen. Im Uehrigen muss die
Inschrift (vgl. Ilangahe II, 987) zu Hilfe kommen, die in
Folge der Umsetzung der Blöcke nunmehr mit den Worten
NIKh[ca; xux.'Xtb) yopHI heginnt. Die Ergänzung füllt genau den
Ilaum; weiter folgte auf diesem Blocke niclits. Auf dem an-
deren steht dann nacli meiner Abschrift [Tuppty] ATAI^NIKH-
£A£ ATAPBOCAT, dann ein heschädigter Raum för etwa 14

Buchstahen, endlich -1 0l£C . Hl w.Hier ist zunächst

klar dass die Angabe des Archon [K]-/i(pi<j6[S]topo?[-flp^e] nunmehr
ganz regelrecht an den Schluss der ganzen choregischen In-
schrift oerückt ist. Dass Beules Er^änzuns: der vorhersjehen-
den Worte Äxap^o; Ao[<jio<j yiuXsi] fehl geht, da der Flöten-
spieler liier scliwerlich am Orte ist, hemerkt schon Keil (mel.
greco-rom. II, 67 Anm. 4). Es kann sich wohl nur um den
Choregen oder den Chorodidaskalos handeln, je nachdem für
jenen, der unmoglich fehlen durfte, auf einem Mittelblocke
Platz war oder niclit. Vielleicht hiess es einfach ATapSo; Au[atou
dv£0yi/.ev], vgl. Beule I, 10‘2 = Rangabe II, 986 [6 §£tva Äpi?T]
oSzpou Hu~£Tatojv dv£0-/]/.£v vtzrjca; /.. t. X. Die Art des Sieges
wäre dann jedesmal üher dem Anfang der bezüglichen Dar-
stellung \orausgescliickt, die Angahe der Phyle fortgelassen,
offenbar weil es sicli nicht um ein officielles, sondern ein
hlosses Privatmonument handelt. Auffallend wäre allerdings
die Stelle des Namens hinter den Bezeichnungen der Siege,
und man würde lieber an den StSdczaXo; denken, wenn für
den Namen desChoregen im Anfang oder etwa auf einer Deck-
platte Raum wäre. Aber dies ist undenkbar, da die Oberfläche
jedes der beiden Blöcke deutlich Fussspuren einer Statue auf-
weist, wie mehrfach hemerkt worden ist; auf dem Pyrrichi-
stenblocke sielit man ausserdem iiocIl eine dritte Spur.

Dieselbe Art die einzelnen Blöcke einer grösseren Basis un-
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