Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 298
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ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS

spiiter auf die Blöcke gesetzten Statuen des Augustus und des
Drusus herrühren. — Ebenfalls kehrt diese Verbindung wie-
der bei der sanltgerundeten Basis des Konon und des Ti-
motheos (Rangabe II, 1099 + bull. 1860 S. 52). Dabei ist
zu beachten, dass die Klammerspuren des dem Konon gehö-
rigen Blockes (an der vorderen Krümmung 0.85, an der hin-
teren 1.05 M. lang) niclit bloss rechts, wo der Timotheosblock
sicli anschloss, sondern auch links sichtbar werden und auch
liier auf eine Fortsetzung der Basis liindeuten, obschon die
Inschrift KONftNTIM erst gegen die Mitte des Blockes beginnt
und grade über ihr, auf der rechten Hälfte des Blockes, die
Spuren der Einzapfung der Statue sichtbar sind; etwa folgen-
dermassen :

Da nun der andere Block (den ich nicht selbst gesehen habe,
der aber nacli einemvon R. Schöll genommenen Abklatschder
Inschrift ebenso lang gewesen sein muss) niclit einmal die
Inschrift vollständig gibt (OEOTIMOOECXKONH), so istklar,
dass aucli liier zur Rechten sicli noch ein weiterer Block an-
geschlossen und die ganze Basis demnach aus vier Blöcken
bestanden haben muss. Für die beiden Statuen allein war
eine solche Ausdehnung der Basis nicht nöthig, welche, wenn
auch die Endblöcke dem Ivononblocke entsprachen, bei einer
Hölie von 0.30 und einer Breite von 0.70 M. eine Länge von
ungefähr 4 M. geliabt haben muss. Folglich müssen auf den
Endblöcken rechts und links neben den Hauptfiguren noch
irgend welclie Gegenstände, vielleicht symbolischer Art, an-
gebracht gewesen sein.

Endlich noch ein Wort über die Yiergötterbasis (Mon. dell’
Inst. YI, 45. Welcker alte Denkm. V Taf. 5. Overbeck
Plastik l2, 171), in welcher Bötticher (Philol. XXII, 96 Anm.
45. Yerz. der Abg., Nachtr., S. 50. Verz. No. 1278) das
Fussgestell des Zeus Polieus von Leochares entdeckt zu haben
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