Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 327
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DIE AUSCtRABUNGEN in mykene

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selben Grabe orefandenen Sachen deuten auf weiblichen Besitz.

O

Endlich führe ich noch Gefässe und andere z. Th. darin ge~
fundene Gegenstände aus Alabaster an, als besonders bemer-
kenswerth zwei zusammenhängende halb geöffnete Hände,
deren innere Flächen eine Höhlung bilden.

YVas ich von kleineren Gegenständen nicht selber gesehen,
übergehe ich hier, da es mir nicht darauf ankommt, ein voll-
ständiges Verzeichniss zu liefern. Ziehen wir aus obiger Dar-
legung die Summe, so ergiebt sich, dass wir es hier, vorzugs-
weise in den Gräberfunden, noch nicht mit den Erzeugnissen
der selbständigen grieehischen Kunst zu thun haben. Nach
dem vorliegenden Zusammenhange des Materials können wir
nur an eine frühere Epoche denken, deren Ausgangspunkt in
Asien liegt. Nähere Aufschlüsse dürfen vwir von fortgesetzter
\ergleichung und genauerem Studium des Stylistischen dieser
Alterthümer erwarten, das hoffentlich bald durch ein von
Herrn Schliemann vorbereitetes Publicationswerk, sowie durch
die Ausstellung der Funde in Athen ermöglicht sein wird.

ARTHUR MILCHHOFER.
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