Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 328
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Von den griechischen Inseln.

Araorgos.

Seiner Lage nach die äusserste der Kykladen gegen SO.
bildet das schmale aber in der Richtung von SW. nach. NO.
fast vier Meilen lange Amorgos zusammen mit den kleinen
Eilanden Kinaros und Lebinthos die südliche Yerhinduna;

o

zwischen Kykladen und Sporaden A Eine ähnliclie Yerhin-
dung beider Inselgruppen im Norden nur in umgekehrter
Anordnung gibt Ikaria und die Melantischen Felsen 1 2. Diese
heiden Linien waren darum im Alterthum auch die Ueher-
fahrtstellen durch das aegaeische Meer, von ihren Endpunkten
aus erst verfolgte man dann sein eigentliches Reiseziel. Wenn
nun Amoro’os durch seine drei orossen an der Nordseite der

C O

Insel gelegenen Hafenbuchten noch ganz hesonders hegünstigt
war, erklärt es sicli, wesshalh Samos und Milet, in deren
Hiinden am frühsten der müechische Seehandel la»', sich durcli
Colonisation den Besitz der Insel gesichert hahen, und in die-
sem Zustand auch in der spätern Zeit kein Wechsel mehr ein-
getreten ist. Darum wurde die Insel, als sie nach dem sami-
schen Ivriege von 440 selbständiges Mitglied des attischen

1 Stadiasm. Maris Magni (Müller Geogr. Min. I 497) 28t. 282.

2 Stadiasm. M. M. 280, wo mit Gaile xtjv Kivapav in -rr}v ’lr.apiav zu ändern.
Was diese im Codex stark verderbte Stelle ursprünglich euthalten hat, ergibt
Strabo 636: IvtevOsv (von Cap TpwYtkiov bei Mykale) 31 to lYyutatw Stapga la-
ttv Iit't Souvtov ataStwv ^tXtcov I^axoatwv, y.at’ läp'/,®? ptsv Saptov Iv 3s?tä £/ovtt
y.a't ’l/.aptav xal Kopatac, tou; 31 MtXavttou; axoitlXou; I? EuMVvpwv, to Xotttov os
3ta p.Iawv twv Ku/.Xa3wv vr(atov. Vergl. auch Diaphragma I hinter Skyl. Peripl.
p. 95 ed. Müller.
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