Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 333
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VON DEN GRIECHISCHEN INSELN

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Insel führenden Wege, welcher zumeist zwischen felsigen un-
fruchtbaren BergkujDpen hinführt, wo man nur an yereinzelte
anhaufähige Strecken kommt, die dann läst regelmässig Ei-
genthum des reichen Ivlosters der navayt« Xco£o£iÖTttt« sind,
trifft man östlich von der Metochi bei Ä. Sraupö; und c. 1 3/4
Stunden von der Xwpa entfernt auf die Stelle rpaptgaTa, so be-
nannt naeh den grossen Buchstaben, welche reclits von dem
flachen Rbevma etwa 50 Schr. vom Wege auf der Oherseite
p eines schwach geglätteten Felsens ste-
d> 8o hen. Es ist ein Horos, auf dem die

0|^ heiden Eigenthümer (Demen oder wer

sonst) nur mit den Anfangsbuchstaben

hezeichnet sind E

Arkesine, heute Kastri, liegt auf einem steil dem Meere ent-
steigenden Hügel von elliptischer Grundfläche, dessen gleich-
geformter Gipfei mit seinem schroff überhangenden nur durch
eine Treppe zugänglichen Akropolisfelsen bis dicht gegen die
See hin vorgeschoben ist. Die Unterstadt konnte sich dalier
im Wesentlichen nur südlich von der Burg ausbreiten, wo
der Hügel mit dem Lande zusammenhängt, während die Ost-
und Westseite das mit zwei kleinen Buchten hereinschnei-
dende Meer besjmlt. Die Stadtmauer, welclie nur auf der Süd-
westseite verschwunden ist, ist auf den Inseln eine der am
besten erhaltenen. Die Mauerdicke ist unverhältnissmässigge-
ring; an der Ostseite, wo der Bergabfall freilich vor einem
Angriff schützte, nur 1,10, an ausgesetzteren Punkten dann
aber wieder 1,60-1,80. Ihre Hölie beträgt nirgends über 6-
8,00; 3-4,00 über dem Boden liegt ein Absatz, von wo aus
sie um c. 1 4/2' weiter einwärts sicli nach oben fortsetzt, ähn-
licli der Stadtmauer von Melos beim dortigen Theater. Der Um-
gang oben ist noch auf grosse Strecken erhalten, besonders
gut die auf demselben angebrachten Treppen, wo die Mauer

1 Ein ähnliclies Siegel ’AtpfpoStxri;] aufdem Horos aus Arkesine Ross 1.1. 126
tab., und "Op[o;] in Andros Inselr. II 19.
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