Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 334
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VON DEN GRIECIIISCHEN INSELN

einer Steigung des Berges zu folgen bat. Es ist (lnrcligiingig
guter Quaderbau, die verticalen Fugen nur theilweise einge-
halten; das Material ist blauer Kalkmarmor. Die ganze
Mauerlinie entbält bloss einen einzigen viereckigen Thurm,
sonst durchgängig Redans. Von den Thoren sind erbalten ge-
gen die östliche Bucht und somit wohl für den Weg nach
Minoa eine Art Dipylon, zwei Ausgänge jederetwa 2,50 hreit,
und nur etwa 8,00 von einander entfernt. An dem hesser er-
haltenen ist ohen über dem Sturz die öfter vorkommende
dreieckige Oeffnung ausgespart. Auffallender Weise fehlt die-
sen Tlioren jeder Sehutz durcli Tliürme oder Redans. Ein
weiteres Tlior liegt gegen Süden 1,80 hreit und 2,70 tief, das
nach seiner Eekleidung mit weissem Marmor zu urteilen wohl
eine Feststrasse eröffnet hahen wird. In unmittelharer Nähe
desselben heginnt die Nekropolis, von welcher eine Anzald
mit Aufschrift versehener Basen 9 meist aus grauem weiss-
geaderten Marmor erhalten sind. Die in attischer Weise mit
Sculptur geschmückten Stelen sind dagegen his auf geringe
Reste verschwunden; immerhin reicht, was erhalten ist, aus,
um einen gewissen Grad von Wohlhabenheit der Stadt zu
Anfans; des 4. Jahrhunderts zu erweisen. Etwa 10 Minuten
südlich von dem zuletzt erwähnten Thor liegt auf einem hö-
heren Hügelrücken, von wo aus man Ikaria Donusa Naxos
und die im Vordergrund belindlichen kleinen Inseln über-
hlickt, eine Ivapelle des H. Joannes. Ein dort nehen der Thüre
eingemauertes graues Marmorf'ragment enthält eine Weihin-
schrift für die chthonischen Gottheiten.

4 AHMHTPIKOPHI
A 11 E Y B O Y A E I
AHMOAI K H
GMONO^ ANEOHKEN

1 Hicr sind die Grabepigramme C. I. II 2264 v, Ioannides-Henzen Annali
1864 S 103, C. I. II 2264 w, wo Z. I lautet POAHAOSEXEKPATIAEQ tpIXo?
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