Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 1.1876

Seite: 342
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VON DEN GRIEGIIISCHEN INSELN

näherangsweise datirbar, entstammt dem in der Stadt befind-
lichen Heraion.

10

fs. AnlageJ

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Das Ganze bildet Eine grosse Marmortafel, 0,62 h., welche
der Länge nacb, von oben bis unten gespalten ist, so dass jedes
Stück c. 0,22 breit ist; unten sind beide gebrochen; in Kas-
tri (Arsinoe) befindlich. Von I hat Itoss I. I. n. 136 die Zei-
len 7-14; Baumeister im Philoloajus IK S. 389 n. 4 auch die
beiden andern Theile veröffentlicht, aber unvollständig; II,
die rechte Hälfte des Steins, ist erst später gefunden. Die
drei Abschnitte, in welche die Inschrift zerfällt, sind zu ver-
schiedener Zeit eingetragen; der unterste in kleiner enger
Schrift zuletzt, doch scheint auch dieser nicht nach dem 3.
Jahrhundert aufgeschrieben zu sein.

Die Abschnitte a und b enthalten Gesetzesvorschriften, dalier
die ungewöhnliche Knappheit der Ausdrucksweise. Am lücken-
haftesten ist leider der erste. Bei dem ßaoAsu; Z. 2 würde
man zunächst an einen Beamten denken, wie er nach Isocr.
XIX 36 auf dem benachbarten Siphnos vorhanden war; allein
auf Amorgos findet sich keine Spur eines solchen; ebenso
wird auch die Annahme einer priesterlichen Würde ausge-
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