Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS

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gemeint sein, so wäre der Ausdruck rspxv K weiterhin )) sehr
sonderbar; man würde vielmehr etwas wie 1,15, 2 ev
Töv erwarten. Es kann also wohl nur die gegen-
über liegende Wand gemeint sein. Ebenso 7, 4, 3, wo die ver-
bannten Samier 7rsd ÄvxGv iGv sv -rp Yi^ELpM T*?i 'reoxv sich ver-
schanzen, d. h. auf dem der Heimatinsel gegenüberliegenden
Festlande, zwischen Ephesos und Mykale. Dasselbe gilt
meines Erachtens von 9, 34, 6 -roü 3s opou; Toü AxcpuoGou
?rspxv MTtv Öp^ogEvo;. Pausanias ist von Alalkomenä über das
Heiligthum der itonischen Athena nach Koroneia gegangen,
hat von hier aus zwei Ausflüge ins Gebirge gemacht, nach
Südwesten zum Leibethrion (MsycfXz AouTcx s. Bursian Geogr.
H, 236 Anm. 2) und nach Nordwesten zum Laphystion (-ro
ßo'jvö T7];; FpxvGcx^), und ist dann über den Fluss Phalaros
zum Heiligthum der itonischen Athena wiederherabgestiegen,
welches wahrscheinlich da lag wo der Nebenweg nach dem
abseits gelegenen Koroneia sich von der grossen, längs der
Kopais hingehenden Heerstrasse abzweigte. Hier folgen nun
die oben angeführten Worte. Da Orchomenos von jenem
Punkte aus fast genau gegen Norden liegt, das Laphystion
aber in einiger Entfernung westlich liegen bleibt, so kann
?TEpKv weder bedeuten (( drüber hinaus )), noch (( jenseits ))
(das würde etwa auf Lebadeia passen), sondern nur <y gegen-
über)). Orchomenos liegt in der That dem Laphystion ge-
genüber, am entgegengesetzten Rande der Kephisosebene,
grade wie für den, welcher von Rhome herabkommend die
dreifache Brücke über die ßalyra überschritten hat, Oichalia
mit dem Karneiasion Tot) TTE^ou EcGv xTrxvTmp'j, ^ am jenseiti-
gen Rande der Ebene )) (4, 33, 4). Pausanias ist in all der-
gleichen Ausdrücken ausserordentlich genau und anschaulich,
aber freilich nicht für den blossen Leser, sondern für den
welcher die Lokalitäten selbst vor Augen hat.
Der eben genannten Stelle mit xirxvTmpu — dies ist bei Pau-
sanias sehr häuhg, ebenso xvrtxpu, xxTxvTmpu, seltener s7rs-
KEtVK —— entspricht 5, 14, 1 KT70TpX777vXL T<X{ 7TE0XV TOÜ Äk-
<petoü. Indem der Genetiv hier nicht den Ausgangspunkt, son-
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