Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS

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VI. Die attalischen Weihgeschenke.
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7r*/;^MV EX.KCTOV. Paus. 1, 25, 2.
Bekanntlich ist der Streit noch ungeschlichtet, ob hier Reliefs
oder Statuengruppen gemeint seien. Visconti erklärte sich für
Basreliefs Pm Cfem. IV zu Taf. 10. Opcretwie III, 159),
wofür er ja auch die Giebelskulpturen am Parthenon, in
Olympia, Delphi, Theben hielt (ebda Vorr. S. 12 Mail.) V
Neuerdings haben namentlich zwei Gelehrte diese Ansicht
vertheidigt, C. Wachsmuth in Sybels histor. Zeitschr. X (1863),
17, vgl. Stadt Athen I, 148 Anm., und besonders eifrig Schu-
bart Jahrb. für Philol. 1863 S.301f. Philol. XXIV (1866),
587. Jahrb. 1868 S.163R. 1872 S.170. 1875 S.414. Nach
der letzten Stelle soll es (( als philologische Thatsache fest-
stehen, dass die genannten Kunstwerke, welche Pausanias
nach eigenem Anschauen beschreibt, als Reliefdarstellungen
betrachtet werden müssen )). Von den Gegnern wird der Nach-
weis verlangt, welchen Sinn die oben im Druck hervorgeho-
benen Schlussworte bei so reichen Statuengruppen haben
können ; sie sollen ExaoTov als für eine Statuengruppe möglich
erweisen (1872), da die Beziehung auf jede einzelne Figur
sachlich undenkbar sei (1868). Da ich speciell von Schubart
bei dieser Polemik mitgenannt werde (1872), so mag es mir
erlaubt sein auszuführen, weshalb ich die in meinem Par-
thenon S. 42 Anm. 148 ausgesprochene K feste Ueberzeu-

* Leake darf nicht mit Overbeck Schriftq. 1996. Kunstmyth. H, 360 zu den
Vertretern dieser Ansicht gerechnet werden. Topogr. 2. Ausg., S. 152 über-
setzt er vorsichtig : each ofthese arethree feet (in height); die deutschen Ueber-
setzer S. 112 haben statt dessen gegeben «jedes Relief« und dadurch den Ver-
fasser mit sich selbst in Widerspruch gebracht, da er S. 348 f. (250 f.) offenbar
Statuen darunter versteht.
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