Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS

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wäre also nicht die Höhe, sondern die Länge. Wenn man nun
eine Massbestimmung gab, ohne hinzuzufügen für welche Di-
mension diese gelten sollte, konnte sie da auf etwas Andres
bezogen werden als eben auf die Hauptdimension? Spricht man
von einer Bank, einem Brett, einer Stufe (( von so und so
viel Fuss )), wer wird da an etwas Anderes als die Länge
denken? Dies scheint mir gradezu unmöglich; Pausanias
hätte, wollte er den von Schubart neuerdings ihm beigelegten
Sinn wirklich ausdrücken, nothwendig To O^o; hinzusetzen
müssen, um überhaupt verständlich zu sein.
Aber man könnte sagen : wer vor den Reliefs stand, sah
ja, dass Pausanias die Höhe meinte; er hat sich nur unge-
schickt ausgedrückt. Was ist es denn so Besonderes, was
Pausanias mit dieser Angabe hervorheben würde? Sind Re-
liefplatten von etwa einem Meter Höhe — nicht 3 Fuss
sondern nicht ganz 3 Fuss, s. Hultsch Metrol. Tab. 1H, B —
irgendwie ungewöhnlich? Die Länge jener grossen Relief-
reihen anzugeben, hätte ein Interesse haben können, von ei-
ner Höhe von 1 Meter ist dies durchaus nicht ersichtlich.
Und ohne ein besonderes Interesse macht Pausanias nicht
leicht eine bestimmte Massangabe. Es lohnt sich seinen Noti-
zen über Grösse von Bildwerken — die Bauwerke bleiben
ausgeschlossen — nachzugehen ; besonders häufig sind sie im
sechsten und im achten Buch (Olympia, Arkadien).
Sehr oft begnügt sich Pausanias mit einer ganz allgemei-
nen Bestimmung: äya*XgaTa gsyä7a (1, 27, 4), gsyaQst gsya7.a
(2, 34, 1 1. 3, 1 1, 10. 6, 25, 4. 7, 20, 9. 26, 6. 9, 2, 7. 10, 37,
8), 6sa$ a^ov tAeyaOoLu Evsxa (8, 26, 7), xo*Xocc6; (2, 35, 3); oder
auf der andern Seite äyä^gaTa oü gsya7a (2, 10, 3. 37, 1. 6,
14, 4. 16, 6. 8, 30, 4. 31, 2. 35, 2. 37, 1 1. 9, 24, 5. 38, 6.
40, 3), gEysOst oder gEysOos ou gsya; (7, 22, 2. 25, 7), gtxpov (5,
24, 5. 9, 27, 5. 10, 16, 8), ^oavov XOUtpOV U7CO 6gLXp0T7]T0S (3, 16,
11).
Eine zweite Art von Grössenbestimmung besteht im Ver-
gleich mit der natürlichen Grösse der dargestellten Gegen-
stände. So tfiTTTOt... gEys^o; <xno&Etmc!,v rnnrMV (5, 12, 5),
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