Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS

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Bötticher (Unters. S. 68 f.) einen etwa 15 Meter langen nnd
etwa 5 Meter breiten PorosbaU; den er ausdrücklich von der
Oberfläche der kimonischen Terrasse oder Futtermauer unter-
scheidet^, in dieser Gegend von der Brustwehr der Mauer vor-
springend fand — auch ich habe hier verschiedene Höhen
der Porosquadern bemerkt und auf meinem Plane (1860) an-
gedeutet-—; wenn ferner Beule H, 212 hier längs der Mauer
en zum Tlieil unter einander
verklammert^, die doch sicherlich nicht dem kimonischen Bau
angehören, bemerkte; so finde ich Wachsmuths Verwunde-
rung (Stadt Athen 1; 148 Anm. 1) nicht an der Stelle; dass
<( selbst Michaelis )) (Parthenon S. 110) in diesen Spuren
Reste jener Basen erblickt. Dass letztere wirklich 5 Meter breit
gewesen seien; wie Overbeck (Plastik 11^; 188) annimmt; um
darauf eine weitgehende Hypothese über die Art der Gruppie-
rung zu bauen; glaube ich freilich nicht; ein bedeutender
Theil dieser Breite dürfte vielmehr für eine oder mehrere
Stufen in Abzug zu bringen sein; wie ich dies auf meiner
Wandkarte vermutungsweise angegeben habe.
VII. Pausanias Wanderung durch den
Tempel der Polias. * *
Pausanias Beschreibung des Poliastempels (1; 26; 5 — 27;
2) zerfällt in drei Abschnitte; deren erste beide in den Worten

die ganzen Gruppen seien stufenfocrmig aufgebaut gewesen. Ich Rade in Brunns
Ausführung nichts was diese hoechst ungewoehniiche, ja seltsame Anordnung
anzunehmen noethigte, und hin ebensowenig durch seine Hypothesen über die
frühere Aufstehung in Pergamon, einschliesslich der vermeinttichen Bestätigung
durch die AmpeiinssteRe (butl. 1871 S. 28 ff), von der Richtigkeit der ganzen
Combination überzeugt worden.
* Die foigende Darlegung versucht die Bestimmung der einzetnen Theile des
complicierten Gebäudes festzusteilen. Ist auch von den Ergebnissen seibst nur
Weniges neu, so ist dies doch meines Wissens der Gang der Beweisführung,
und bei einer so schwierigen Frage dürfte jeder auf methodischem Wege ge-
wonnene neue Beweis erwünscht sein. Natürlich muss ich die Resultate der
baulichen Untersuchungen durch die athenische Commission vom Jahre 1853
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