Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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ZUR PER1EGESE DER AKROPOLIS

des Schriftstellers deutlich von einander geschieden sind,
während der dritte für uns erst durch Hinxunahme ander-
weitiger Zeugnisse als besonderer Theil kenntlich wird.
Der erste Abschnitt behandelt das ot'xzgx Eps^OsLov xa7.o6gs-
vov. Man pflegt diese Bezeichnung auf das ganze Gebäude zu
beziehen,, wie ich glaube, mit Unrecht. Denn da der bald fol-
gende Ausdruck To ot'xxgK (^Tkoüv yap ecrt To ohr/iga) jeder ge-
sunden Interpretation zufolge sich nothwendig auf dies eben
genannte ol'xxga, das sog. Erechtheion, beziehen muss, bei
der Doppelräumigkeit desselben aber, wie sich unten ergeben
wird, unmöglich die Poliascella in Betracht gezogen werden
darf, so muss folgerichtig das doppelräumige Erechtheion ei-
nen besonderen Theil des Tempels mit Ausschluss der Polias-
cella bilden. — Ein völlig neuer Abschnitt hebt dagegen
mit dem feierlichen Eingang (§ 6) icpä gsv T-?i; AOzva; sc-rtv %
Ts aTAx x. T. 7. an. Hier betreten wir das eigentliche
Heiligthum der Polias, auf welch letztere durch die Worte
aya7ga sv T*?i vüv axpoTtokst, TOTE övoga^ogEv/; 7cdT^EL hingewie-
sen wird 2. Es entspricht ganz der Art des Pausanias, wenn
erst nachträglich der eigentliche Name der Lokalität angegeben
wird : xsLTat. s v TM v a M T x s n 0 7. nx ^ 0 ; Epgxs ^o7oo x. T. 7..
(vgl. z. B. Kap. 24, 3 ev TM va&) Zu dieser Abtheilung ge-
hören auch noch die ävaOxgaTa oTtdca a^a 7oyoo. Minder scharf
sondert sich der dritte Abschnitt ah. Da wir aber aus Philo-
choros (bei Dion. Hai. üb. Dinarch. 3, die Stelle bezieht sich

(npKx*ttx& T?)s E7Ü *roj 'Eps^Qslou ^nponTn- Athen 1853 = Abh. der bayer. Akad.
I Classe Bd. V1U, 2, 364 1L) und durch Boetticher im Jahre 1862 (Bericht über
die Untersuchungen aut der Akropolis von Athen, Berlin 1863, S. 189 ff.) als
bekannt voraussetzen, ebenso des Letzteren Aufsatz in Erbkams Zeitschrift für
Bauwesen 1859 S.203 ff. 317 ff. Taf. KN. Der Grundriss auf Taf. IFig. 8 folgt
Im Wesentlichen Boetticher a. a. 0. Taf. K, 1 ; die Durchschnitte Fig. 9. 10
sollen nur dienen das Bild der inneren Einteilung — Irrthum im Einzelnen
Vorbehalten — etwas deutlicher zu machen.
2 Vgl. die gleich anzuführenden Eingangsworte von C. I. Att. I, 322 = C. I.
Gr. 160= Anc. Greek Inscr. in the Brit. Mus. I no. XXXV.
^ Dies Beispiel führt schon Ulrichs Reisen und Forsch. II, 149 als Beleg sei-
ner tief einschneidenden Beobachtung an.
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