Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS

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der Poliascella E überdeckt war, so erstreckte sich ein Ober-
stockwerk D über der mittleren Krypta E *2 und, wie ich
glaube, auch über dem Erdgeschoss der Westabtheilung C
hin Die Durchschnitte Fig. 9 und 10 können am deut-

mit dem sauber geglätteten vorderen Rande, hinten durch Backsteine ver-
mauert, und im Grund- . 20 ^ ^ ^
riss (c);ferner im Grund- ' i-L-L-i-; ! . i t -j .i
riss (d) das westlichste


Fenster der Nordmauer,
wo rechts die Stoss-
fuge eines Marrnor-
Rlockes als Grenze be-
nutzt worden ist. Lehr-

reich und für den an- a.

tiken Ursprung dieses ^
Fenster ganz überzeu-
gend ist der Vergleich mit dem Schiessschartenfenster in der Pinakothek der
Propyläen aus fränkischer Zeit, welches zeigen kann, wie solche nachträg-
lich herausgebrochene Fenster sich ausnehmen.
Ueber das Doppelstockwcrkvon D vgl. Boetticher Unters. S. 199 f., wel-
cher die Nachweisbarkeit der Decke längs der Südseite bezeugt, leider ohne ge-
nauere Angaben. Man kann entweder, wie in der Poliascella H, einen tiefer
gelegenen Mittelraum mit zwei seitlichen, die Saeulen tragenden Podien, unter
denen die Fenster gelegen haetten, annehmen; oder, da hier der Grund für
eine solche complicierte Anlage, die gegebene Uoehe des Einganges zu H, weg-
iiel, scheint es einfacher, wie ich es im Durchschnitt Fig. 2 angenommen habe,
die ganze Bodenhoehe der Cella D der Podienhoehe in H gleich zu setzen. Das
ist auch für die Beleuchtung von D vortheilhaft.
i2" Gewoehnlich nimmt man den Westraum als seiner ganzen Hoehe nach
ungetheilt an. Ich glaube mich jedoch in der entgegengesetzten Annahme nicht
zu irren. In den npKxnxd Taf. 5 unter x (minder genau bei Tetaz in der rev.
arch. 185t Taf. 158) ist in der Südwand, oberhalb der zur Korenhalle B füh-
renden Thür, eine etwa 0.30 M. tiefe, ungefaehr 1.65 M. breite und mindestens
bis an das Epistyl reichende, also etwa 3.50 M. hohe Wandnische (p.Eo63p.r,) an-
gegeben; ich habe sie auf dem gegen Süden genommenen Durchschnitt des
Westraums, Fig. 10, mit einem Sternchen bezeichnet. Die Rückwand ist sorg-
faeltig geglaettet. Diese Nische wurde bei der gewoehnlichen Annahme voellig
unzugaenglich sein. Es kommt hinzu, dass in der Wand unmittelbar neben der
Nische die Einbindung einer nur etwa 0.25 M. starken Quermauer (auf dem
Durchschnitt durch eine verlorene Linie angedeutet) sichtbar ist, welche na-
türlich eines Fussbodens bedurfte. Auf einen solchen weist die Quaderlage
unterhalb der Nische hin. Sie ist in ihrer oberen Hälfte beschädigt, in ihrer
unteren — was in den KpaxTtx& nicht angegeben ist -- als Stosskante bear-
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