Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS

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der Westseite übrig, in welchen zwei Thüren führen, die
eine aus dem Prostomiaion, die andere aus der grossen Nord-
halle Ai, welche eigens um dieses Pförtchens willen so weit
über das Hauptgebäude hinaus gegen Westen vorgeschoben
ist. Hier, unter freiem Himmel, hatte denn auch der alte
Oelbaum ilf seinen angemessenen Platz, und ebenso der Altar
des Zeus Herkeios, welcher unter dem Oelbaume stand (Phi-
lochoros hei Dionys. Hai. üb. Dinarch Kap. 3) 2*; wie schon
hei Homer Zeus Herkeios seinen Altar im Hofe des Hauses
hat, so stand dieser auch hier im Hofe vor dem Eos/Q-Zo; nm-
xtvo; &ogos Natürlich gelangte Pausanias hierher, indem
er von der Poliascella aus die grosse dreizehnstuhge Treppe
im Norden des Tempels hinabstieg und durch das Pfortchen
in der Nordhalle in das Pandroseion eintrat. Auf diese Weise
hatte er auch seinen Rundgang um und durch den Tempel
ganz seiner Sitte gemäss beendigt.
Nach Erwähnung des Oelbaums fährt Pausanias fort: T<ü
vaM §s ÄOzvix; riKv^pocou vao; ecu. Die Cella der Pan-
drosos kann man entweder, wie es gewöhnlich geschieht, im
Inneren des Hauptgebäudes suchen, oder ausserhalb desselben.
Im ersteren Falle muss vxos A(hv%; die Poliascella # be-
zeichnen und die Pandrososcella an diese stossen. Das ist
unmöglich, da, abgesehen von allem Anderen, schon nach
dem Gange von Pausanias Wanderung die Pandrososcella
nicht da gelegen haben kann, wo wir oben die Poseidoncella
fanden; dies aber ist der einzige Raum innerhalb des

2' Dass der freie Raum westlich vom Tempel das Pandroseion der Inschrift
sei, hat Boetticher tätigst bemerkt: s. arcli. Anz. 1849 S. 122. Der Potiastempel
als Wohnhaus des Koenigs Erechtheus, Berlin 1851, S. 16 ff. So habe ich denn
auch in meinem Parthenon Taf. 1, 4 und wiederum auf meiner Wandkarte der
Akropolis, Kassel 1876, hier das Pandroseion verzeichnet. Auch Fergusson
(Anm. 14) ist neuerdings zu diesem Resultat gekommen. An anderen Stellen
versetzt Boetticher auch das Kckropion in diesen Raum, s. Anm. 26' .
2'" Hom. 7) 81. Vgl. x 334 7)^x3u;p.Eyxpom (vgl. Anm. 20 z. Schl.) Am; gEya-
Acj noü ßn)p.öv ^pxslou t'!(oti& vEvuyg^vov, mit Eustaths Anmerkung, ü 231. Har-
pokr. Epxsib;ZEÜ;... M ßoipo; Evtto; Epxou; EV VQ a&X*Q t*3puvar* lov y&p nepESoXov
spxo; ^Eyov. Athen. 5 p. 189 E.
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