Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS

nahe an den Haupttempel hinanzurücken. Ohne etwas ent-
scheiden za wollen, weise ich darauf hin dass nach Ausweis
der 7rpxx-rLXK Taf. 2 und von Photographien der Westfront der
südlichste Theil der Westmauer welcher mit dem etwa
3 Meter hohen Nordrand des aufgemauerten südlichen Peri-
bolos 26 eine Ecke bildet, keine alten Quadern zeigt, son-
dern in beträchtlicher Breite und Höhe aus modernem Mauer-
werk aufgeführt ist. Oberhalb dieses Mauerstücks befindet
sich nach Art einer Oberschwelle ein Marmorblock von 4,
35 M. Länge und 1,45 M. Höhe, welcher mit seinem einen
Ende in die Westmauer eingefugt bis fast unter die süd-
lichste Halbsäule reicht, mit dem anderen auf jenem Terras-
senrande aufruht und einen Theil der westlichen Brüstung
der Korenhalle bildet. Dass dieser mächtige Block — es ist
der grösste am ganzen Tempel — nicht von ungefähr an die-
ser Stelle liegt, ist klar und oft hervorgehoben. Inwood ord-
nete hier eine sicherlich nie vorhandene Treppe an, Fergusson
lässt seine längs der Terrassenwand hinlaufende <x Stoa ))
(Anm. 14) sich hier an den Tempel anschiiessen, Bötticher
verlegt hierher das Kekropeion 20" Eh will nur die Frage

-s An der westlichen Brüstung der Korcnhalle lässt sich noch ganz deutlich
der ehemalige Ansatz einer Brustwehr 0 erkennen, welche in gleicher Hoche
mit jener aut' dem Nordrande des mit Polygonen gepflasterten südlichen rertbo-
los P hinlief und den Blick von diesem hinab in das Pandroseion versperrte. Wie
man auf der zweiten Tafel der üpaxvLxa und noch genauer bei Inwood-Quast
Erechtheion Taf. 1 sieht, bricht das plastisch ausgeführte Kymation nebst A-
stragal unter dem oberen Plinthos jener Brüstung der Korenhalle ploetzlich ab.
Der Rest des Marmorblockes bis an die nächste Stossfuge ist nur rauh bearbei-
tet; erst bei dieser beginnt ein geglättetes, für Malerei hergerichtetes Kyma-
tion, welches bis an die Ante reicht. Genau unterhalb jener rauhen Stelle be-
merkt man in der Oberfläche der mittleren Stufe einen Einschnitt, welcher die
Bettung für jene Brüstungsmauer 0 bezeichnet. Das Loch unterhalb der rauhen
Stelle, welches etwas weiter rechts liegt als es in den üpaxuxa angegeben ist,
nahm einen zur Befestigung der Brüstung dienenden Metallzapfen auf; ein
zweiter Zapfen dürfte weiter unten gesessen haben, wo jetzt eine Lücke mit
Ziegelwcrk ausgetlickt ist.
26" zeitschr. S. 208 Anm. Taf. K, t und oeftcr ohne so specielle Bezeichnung.
Passt auch die y^vla ?:po$ vo3 KsxpoKtou ganz gut auf diese Lage, so wäre
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