Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS DEM JAHRE 1670

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nur äusserlichen Schwankungen unterworfen. S. die reiche
Literatur zu G. I. L. IN 549.
Endlich der mit F bezcichnete Punkt trägt seinen Namen
Scuo/u d/ P/uPae aus der Vulgärtradition. Die Verzeichnung
der Erhebungsverhältnisse darf uns nicht auf den Gedanken
bringen, diese Reste wirklich auf halber Höhe des Lykabettos
zu suchen : sie sind in die Perspective zu rucken und wahr-
scheinlich in der Nähe von Ambelokipi zu denken, wo man
wegen der vielen Bäume und Gärten in jener Zeit mit Vorliebe
die Philosophenschulen ansetzte. Guillets Fixirung der Aka-
demie an den Turkovuni ist wol aus seinem eignen Kopf ge-
griffen : mir ist in diesem Fall Uebereinstimmung der Capu-
ziner und Babins das wahrscheinlichste. Letzterer sucht (50)
die Akademie ungefähr grade bei Ambelokipi, eine wol schon
bei dem Wiener Anonymus vorliegende Idee : an y voZ/pou?*-
Pm/ C73Core des rcsPs /or/ co/?s/demZdeS d'uae aacZe?me Pur,
äd/Zc de yau/Prc rüde, yrossZc/' c/ rau/ po/Z .* ede es/ d peu p?'cs
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Pur ePZ/ uuPc/oZs /'eeo/e e/ /'ocade/m'e de P/uP/n Diese Reste
werden identisch sein mit den von unserm Zeichner bemerk-
ten : erst sechs Jahre später trat Spon für die richtige An-
setzung der Akademie ein.
Für die Reconstruction der verloren gegangenen Monu-
mente des Alterthums lernten wir aus unserer hübschen
Zeichnung nicht viel neues ; einiges mehr aber für die ersten
Symptome ihrer Wiederentdeckung in jenem kurzen frucht-
baren Zeitraum von 1669 bis zum Lnglücksjahre 1687 durch
Babin und die Capuziner, Giraud und Spon.

F. VON DEHN.
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