Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DAS ASTY VON ATHEN

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TotxuTXL. Wenn diese Steile einen vernünftigen Sinn haben
soll, sn muss Sokrates am Fuss der Burg stehend gedacht
werden, wo man zwei Aufgänge neben einander vor Augen
hatte, einen, den gewöhnlichen in gemächlichen Windungen
sich hinaufziehenden Fahrweg, und einen steilen Richtweg.
Die eigentliche Fahr- und Feststrasse ist aber immer von
der Südseite hinaufgegangen, dem der K Hauptaufgang zur
Burg )) entspricht, wie Wachsmuth A/Aen 1 224 sagt.
Dieser bequeme Fahrweg zog sich in langen Serpentinen um
das Odeion der Regilla herum, während steile Treppen, deren
alte Spuren neuerdings wieder zu Tage gekommen sind
(namentlich hart am Ostrande des Odeums), direct zur Burg
hinaufführen. Das sind die Richtwege, welche Sokrates
meinte, die Philosophenw ege. Hier konnte man nicht im Pom-
pe der Processionen mit der grossen Masse bequem hinauf-
schlendern, hier konnte man nur einsam oder mit Wenigen
hinaufsteigen, in kurzem Chiton und nicht ohne Anstrengung.
Es gab nach Lukian (Pisc. 42) mehrere solcher Treppenwege
an der Südseite, einen bei dem Asklepieion, einen andern beim
Talosgrabe; und nur an der Südseite hatte man beide Arten
des Aufgangs neben einander vor Augen und konnte wählen,
welchen man einschlagen wollte, wie man jetzt von Neuem
die Wahl hat, oh man direct über die Terrasse des Askle-
pieion zu den Propyläen hinaufklettern oder den bequemen
Fahrweg wandeln will. Es widerspricht also dem Sinn der
Stelle, wenn man hier nur den Unterschied eines längeren
und kürzeren Treppenweges, der vom Markte zur Burg
führte, gemeint glaubt, wie dies Wachsmuth 1 249, 4 anzu-
nehmen scheint.
Asty bezeichnet also den Südabhang der Burg, die ge-
schützte dem Seewinde offene Senkung nach dem llissos, wo
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