Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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VON DEN GRIECHISCHEN INSELN

Viertelstunde nordwärts zur Evangelistria fuhrt; wird grade
am nördlichen Ende der Stadt von einer Seitenstrasse ge-
schnitten. Beim Bau des Eckhauses zur Rechten ist die von
Pittakis E<p. Äpx- 3408 veröffentlichte Herme; welche von den
Ephcben errichtet wurde; in situ gefunden worden; so dass
die Lage des Gymnasiums damit bestimmt ist. Zu den Gebäu-
den desselben hat wohl auch die in dem gegenüberliegenden
Garten links von der Hauptstrasse aufgedeckte Porticus ge-
hört; von welcher 17 dünne uncancllirte Marmorsäulchenmit
1;00 Abstand noch aufrecht stehen. In demselben Garten ist
cingemauert C. 1. 2337 ; sowie ein Fragment eines Decrets *.
1 APXONTO^E]nnNYHO[Y
())]YAH^EAE!o[YA[AOZ cf. C.I. 2338Z. 25.75.
YT^tt
Beim Bau der Evangelistria sind Reste einer in 2-3
Schichten erhaltenen Quadermauer zum Vorschein gekommen;
die in die südliche Kryptamauer der Kirche mit aufgenom-
men sind; und 3 mehr oder minder fragmentirte Statuen aus
weissem Marmor 2.
Den Umfang der alten Stadt genauer zu erkennen wird
erst hinter der Evangelistria möglich. Die ganze in nord-
nordwestlicher Richtung sehr allmählich ansteigende Anhöhe
war hier noch in den Mauerring eingeschlossen. An der West-
seite; an welcher der Weg nach Exoburgo entlang zieht; sind

* Beiläufig sei hier erwähnt, dass eine nochmalige Abschrift von C. I. 2339
genau übereinstimmt mit Lcbas Inscr. gr. et lat. call. 5 p. 17, Z. 1 ajo^MV. Z.
2 st]pxt$. Z. 3 ^]t?Epov. Z. 4 io eoo^mov ETo$; dahinter rankenartiger Schnoerkel
als Zeichen des Schlusses.
2 sie werden aufbewahrt in dem der Kirche gegenüberliegenden Garten. 1.,
Männliche Figur in roemischer Gewandung, r. Arm auf die Brust gelegt, so
dass grade nur die Hand aus dem Gewand hervorsieht; ohne Kopf und Füsse
0,55 h. 2., Eine weibliche Figur in ähnlicher Haltung. Das Untergewand fällt
bis auf die Füsse, darüber ein kurzes wolliges Obergewand, das den Koerper
festumschliesst, und die r. Hand freilässt, 1,00 h.; von besserer Arbeit. 3.,
Untertheil einer weiblichen Kolossalstatue mit lang herabwallendem Chiton,
tiefen Falten, linker Fuss vorgesetzt, 0,70 h. mit Plinfhe.
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