Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 67
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VON DEN GRIECHISCHEN INSELN

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sind 3 weitere Stufen, auf der unteren zwei Einlässe für Ste-
len, auf der oberen eine Inschrift, wodurch wir den bereits
bekannten Artemidoros als einen Pergäer kennen lernen, der
also die hellenische Göttin mit seiner pamphylischen iden-
tihcirt:
2 APTEMtARPOg;
nO^AQNtOYPEPtAtO^
Der nach dem Hafen führende Weg muss an dieser Stelle
vorübergegangen sein, indem er etwas östlich von hier, d. h.
oberhalb der Kapelle ?ou EÖKYYs^cgoö, wo die Stadtmauer
einen rechten Winkel bildet, und wahrscheinlich eine Thoran-
lage verschüttet liegt, seinen Ausgang nahm.
Die Stadtmauer besteht vorzugsweise aus Polygonbau, aber
in sehr verschiedenartiger Anwendung. An der eben erwähn-
ten Stelle, wo sie in 2 Stücken erhalten ist, zeigt sie einen
etwa 3,00 hohen Unterbau aus starken Polygonblöcken ohne
Schichtung, dann aber tritt sie um 0,20 zurück um nun als
regelmässiger Quaderbau fortzusetzen. Weiter ostwärts, wo
sie meist nur wenig unterhalb des Bergrandes hinlaufend an
einer Strecke auf c. 100 Sehr, erhalten ist, hat sie unten 2-3
Reihen kleiner Polygonsteine, auf die dann plötzlich die
mächtigsten Blöcke der sog. kyklopischen Bauweise aufge-
thürmt sind; dieselbe Anlage zeigt dann ein 1,30 aus der
Linie rechtwinklig vorspringender Thurm, der von dem vori-
gen durch ein Stück Quaderbau und ein Stück des gewöhn-
lichen Polygonbaues getrennt ist. Auf der Südseite der Stadt
endlich, wo ebenfalls Quaderbau an Polygonbau stösst, ist im
letzteren die Schichtung des ersteren beibehalten.
Diese besser erhaltenen Partien der Stadtmauer umschlicssen
zum grossen Theil das am meisten östlich und etwas tiefer

[ivy)}i($3üvov e^pa; noXsMg napto3atv Z. 4 BATOPA also ßäi8pa. Was von
der Hekateinschrift gilt, gilt in gleicher Weise von den Philo!, a. O. aufge-
zählten Varianten der Namen am Votivfelsen, wesshalb ich mir erspare unten
nochmals auf diese sogenannten Berichtigungen zurückzukommen.
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