Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 70
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VON DEN GRIECHISCHEN INSELN

Die letzte Inschrift scheint zu beweisen, dass wir es hier
mit einem Schiffahrtsheiiigthum zu thun haben, und bestä-
tigt damit Böckhs Vermuthung, dass in der von Prokesch ihm
bereits beschriebenen Höhle ein Heiligthum des auf dem Tä-
naron einheimischen Poseidon Asphalios vorliege (Kl. Schrif-
ten VI 9-11). Nach glücklich überstandener Fahrt, öfter viel-
leicht noch, wie die von KA&v STstpccvou jüngst edirten In-
schriften von Grammata lehren, vor derselben, schrieb man
beim Tempel seinen Namen ein 3, womit die Darbringung
irgend welcher Opfergaben verbunden gewesen sein wird.
Zwei in dem Thürsturz angebrachte längere Inschriften
sind theils wegen der Verwitterung, theils wegen der schon
in alter Zeit dazwischen geschriebenen Namen nur noch frag-
mentarisch zu lesen. Die untere von beiden in grösseren
Schriftzügen, wo Naxitimos genannt wird, schliesst mit
XPH^iONiMEPTON, was sich hier auf ein Gelübde oder
auf den Dank für eine geschehene Rettung beziehen könnte.
Die dazwischen geschriebenen Namen kehren sämmtlich wie-
der auf der Felswand (n. 3) oder auf den Thürpfeilern. Denn
auch diese sind voll von Namen, welche über und zwischen
einander geschrieben sind in verschiedenster Buchstaben-
grösse :

4 Links
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s Aehntiche Inschritten mit Namen haben sich jüngst auch im Hafen des Pi-
räus gefunden.
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