Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 106
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106 ZUR PERIEGESE DER AKROPOLIS
dem von Pausanias nach Thukydkles erzählten Handstreich
gegen Mykalessos den Anlass zu Diitrephes Tode linden wollen.,
da, wie Schubart mit Recht hervorhebt, einerseits Pausanias
hiervon kein Wort sagt, andrerseits Thukydides Erwähnung
der Zahl der Gefallenen und Nichterwähnung des Diitrephes
als mitgefallen (7, 30) den Tod des Anführers gradezu aus-
schliesst. Weshalb unter den mancherlei Thaten des Mannes
o-o-jx "XEyoucLv 'AQyivxuu grade diese dem Pausanias besonders
erwähnenswerth erschienen ist, wer möchte das, zumal
im ersten Buche, errathen wollen? Jedenfalls ist der Tod des
Diitrephes, welcher später in Thrake befehligte (Thuk. 8, 64),
durch Pfeilschüsse viel eher denkbar, als eine Beschädigung
seiner Statue an den Propyläen durch Pfeile, eine Beschädi-
gung, so stark dass die Löcher als Folge grade von PfeiL
schössen deutlich erkennbar waren ; und fast am wunderbar-
sten wäre es wenn ein neckischer Zufall zu Pausanias Notiz von
Dittrephes Standbild die Basis auf der Akropolis gerettet
hätte, nur um uns Spätgeborene irrezuführen, während alle
vorhandenen Elemente sich zu einer so glücklichen Combina-
tion (Mitth. Bd. ! S. 294) zusammenfügen (*).

AD. MICHAELIS.

(*) In den früheren Abschnitten dieser Bemerkungen sind einige Druckfehler
übersehen worden; Bd. I S. 305 Anm. muss es heissen: dextra tenet ca —
Iamum,strictumtenetatteraferrum, Bd. IIS.l Z. 8: npo; iov *caü-
pov MEvo); S. 30 Anm. Z. 9 : Pitt. Z. 16 nach Koehler; etwa u. s. w.
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