Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 112
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DtE ANTIKEN

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geworden, dass man sie oft für gewachsenen Felsen ansieht.—
Noch weiter das Flussbett aufwärts kommt man an die
Stelle, wo auf dem rechten Ufer das Flusswnsser theilweise
abgefangen und in einem wenig unter der Erde liegenden
gemauerten modernen Canale nach dem türkischen Bade ge-
führt wird. Hier kommt man auch an einige Ueberreste von
Wehranlagen und Ueberbrückungen. Zwei von der rechten
Seite herkommende gemauerte Canalspuren von 0,30 Breite
und 0,30 Meter Höhe, die man auf beiden Seiten des vom
Hymettos herkommenden Bhevmas auf etwa 1000 Meter verfol-
gen kann, stossen auf die eben genannten Ueberbrückungen.
Hier trifft man auch auf die Tschatmaki-Wasserleitung,
welche ihr Wasser in einem 0,50 Meter breiten, wenig unter
der Oberfläche des Bodens befindlichen gemauerten Canale
nach dem Hofgarten führt. Sie berührt weiter oberhalb die
ruinirte Kammaraki-Wasserleitung, und wendet sich dann
vom rechten nach dem linken Ufer; von da bis nach dem
Quellengehiete in der Nähe des h. Johannes Theologos liegt
sie tiefer unter dem Niveau des Bodens und Luftschachte in
kurzen Abständen lassen sie leicht auffinden.—
Ein besseres Werk ist die Wasserleitung, welche unmittel-
bar an der Südseite des h. Johannes Theologos vorbei geht.
Der Canal liegt auf manchen Stellen gegen 9 Meter unter dem
Niveau, ist in den Felsen hin getrieben und hat noch die Ei-
gentümlichkeit, dass die Luftschachte nicht auf, sondern
neben ihm stehen, was den Vorteil hat, dass man heim
Hinabsteigen nicht sogleich ins Wasser tritt; dadurch wird
die Reinigung der Leitung erleichtert und bequemer ge-
macht. Diese Wasserleitung ist nur eine locale; sie mündet
in ihrem jetzigen Zustande in eine überwölbte Wasserkam-
mer vor dem einige hundert Schritte von der iAirche entfern-
ten Wein- und Gemüsegarten.
Die cte Aoem.gL Diese Lei-
tung wurde vor Jahren von dem Director Schmidt aufgefun-
den, welcher das Wasser derselben mittelst Paternoster und
Göpelwerks heben und zum Begiessen des Gartens verwen-
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