Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 116
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DIE ANTIKEN

tFas-seWelümf/ A. Trmdn. Fast parallel mit der oben
besprochenen Wasserleitung läuft diejenige der h. Triada, die
ihren bis jetzt bekannten Ursprung im Gorkschen Hause in der
Nachbarschaft des h. Soter und der Hadriansstrasse bat. Ob
hier die Quelle ist lässt sich ohne Ausgrabungen nicht nach-
weisen. Ein Zusammenhang mit der Wasserleitung, welche
unter dem königl. Hofgarten durchgeht, wäre sehr wahr-
scheinlich^ zumal hei der Annahme, dass die letztere sich
hier in zwei Arme getheilt hätte, von welchen der eine die
Pnyxwasserleitung speiste, während der andere noch heute
sein Wasser in die Leitung der h. Triada ergösse. Diese
Wasserleitung nimmt also von dem Gorkschen Hause ihren
Lauf nach dem türkischen Bade, der Metropolis (der Brun-
nen an der Nordseite steht auf ihr), geht unter der Aeolus-
strasse hinweg in einer beiläufigen Tiefe von 6,00 Metern,
und ist dann wieder im Keller eines Kaffeehauses am Auctions-
platze sichtbar, wo ein Brunnen auf ihr steht. Weiter hinunter
läuft sie mit der Gloake parallel, diese an der rechten, jene
an der linken Seite der Schmiedegasse; dann wendet sie
links ah nach dem Platze des h. Philippos. Unter dem Eck-
kaffeehause und den folgenden drei Häusern ist sie in den
Kellern sichtbar. Der Canal ist mit Quadern gemauert (Taf.
V1H 17) und behndet sich 6,00 Meter unter dem jetzigen
Strassenniveau. Beim fünften Hause steht der Brunnen im
Hofe darauf. Von hier aus geht sie dann unter der Strasse
am Garten des Theseustempels hin, und kommt hei den
Ausgrabungen an der h. Triada 7,00 Meter südlich von der
Cloake und 3,50 Meter höher als diese in Form eines von
Bruchsteinen gemauerten Canales (Taf. VIH 14) zum Vor-
schein. Der Ausgrabungen wegen wurde der Canal hier
abgeschnitten, auf dieser Strecke im Bogen um dieselben
verlegt und weiter unten wieder mit dem alten Canal verei-
nigt. Der Canal, welcher hier einen viereckigen Querschnitt
hat, ist von Bruchsteinen und Mörtel ausgeführt und mit
unregelmässigen Platten überdeckt. Unterhalb der h. Triada
.speist diese Wasserleitung eine Cisterne, von welcher die am
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