Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DER SUEDABHAAG

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Thatsachen wahrscheinlicher, dass sie nach einem am Fusse
der Bogenmauer iiinführenden Wege als dass sie auf die Ter-
rasse führte. Die Bogenmauer zeigt an keiner Stelle Spuren eines
auf die Terrasse führenden Treppenaufganges.
Nördlich von der Porosmauer H läuft eine zweite Mauer von
der Westwand des Theaters aus, welche aus Quadern aus Con-
glomeratstein besteht (L auf dem Plan). Die beiden Mauer-
züge verlaufen nicht ganz parallel, sondern convergiren etwas.
Sie sind nur an der Stelle, wo sie an den Xuschauerraum des
Theaters anstossen, in ihrer ganzen Höhe erhalten; ihre
Oberfläche liegt hier in dem gleichen Niveau mit dem letzte-
ren , beinahe vier Meter höher als die westwärts darunter lie-
gende Terrasse. Beide Mauerschenkel sind auf ihren Aussen-
seiten sorgfältig gefugt und geglättet, an den einander zuge-
wandten Seiten roh gelassen. Die Westwand des Theaters ist
auf der Strecke, die zwischen den beiden Mauern liegt, un-
terbrochen. Diese Thatsachen scheinen keinen Zweifel darüber
zu lassen, dass die Mauerzüge L und M als Stützmauern einer
treppenartigen Anlage dienten, auf welcher man von dem Dia-
zoma des Theaters kommend auf die Terrasse herabstieg. Dass
eine Verbindung zwischen dem Theater und der Terrasse des
Asklepieion vorhanden war, hat man längst aus dem Gang der
Periegese des Pausanias geschlossen; von ihrer Beschaffen-
heit konnte man sich kein richtiges Bild machen, so lange
die. Niveauverhältnisse nicht bekannt waren. Die Entfernung
der beiden Mauern, ihre Dicke mit inbegriffen, beträgt an
der Stelle wo sie an das Theater stossen ü Meter. Es konnten
demnach hier auch Processionen bequem ziehen.
Der Mauerzug A , der nördlich von der Treppenanlage A M
in derselben Richtung läuft, rührt von der südlichen Eangseite
eines Peribolos her; genauer wird darüber in Abschnitt IV zu
reden sein. Dieser Peribolos nahm den grössten Theil der öst-
lichsten von den drei Terrassen am Südabhange der Burg
ein, welche die am tiefsten gelegene war. Ungefähr ^ Meter
höher liegt die mittlere Terrasse, welche wie jene die Gestalt
eines unregelmässigen Vierecks, aber eine geringere Ausdch-
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