Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DER AKROPOLIS IN ATHEN

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nung hat. Die Stützmauern dieser Terrasse sind am Besten an
der südlichen Langseite erhalten (s. den Plan). Die Mauer, ist
hier nach Art des Polygonalstiles aus unregelmässigen Fels-
stücken aufgeführt, dazwischen liegen einzelne Porosqua-
dern. Die westliche Fortsetzung der Mauer ist nicht mehr
vorhanden, sie scheint hei der Anlage einer Cisterne zerstört
worden zu sein (vgl. Abschnitt 1)1). An der Aussenseite der
Stützmauer scheint ein breiter Weg hingeführt zu haben, der
von dem Aufgang zum Theater herkam. Nach Osten zu biegt
die Stützmauer im spitzen Winkel um. An der Ecke war noch
Polygonalmauer, weiterhin nach dem Burgfelsen zu liegen
mehrere regelmässige Quadersteine in der Reihe. Westlich von
der mittleren Terrasse steigt das Terrain abermals an. Die
vom Burgfelsen auslaufende Stützmauer ist im Polygonalstil aus
Felsenstücken aufgeführt, ln ihrer Fortsetzung biegt diese Mauer
im rechten Winkel nach Westen um, verliert sich aber nach
wenigen Schritten ohne weitere Spuren (s. den Plan). Diesem
Mauerschenkel läuft im Süden eine zweite Mauer parallel,
welche in der Ausführung mit der Südmauer der mittleren
Terrasse übereinstimmt, aber mit dieser nicht in einer Flucht
liegt. Wie es scheint führte hier ein sanfter Anstieg von der
mittleren auf die dritte Terrasse, welche die ganze westliche
Hälfte des Burgabhanges bis zum Herodestheater und dem
oberhalb desselben steil ansteigenden Felsen einnahm. Der
nordwestliche Theil dieser Terrasse wird von den Resten eines
Peribolos eingeschlossen, auf welchen in Abschnitt IV zurück-
zukommen sein wird. Im innersten Winkel dieses Peribolos
sind am Felsen Spuren einer treppenartigen Bearbeitung, die
zu einem Wege führen, welcher sich zwischen rechts und
links anstehenden Felsmassen in westlicher Richtung weiter
empor schlängelt. Unzweifelhaft ist es dieser Weg, dessen
Fortsetzung in dem gerillten Felsboden unter der Westseite
dar Nikebastion zu Tage tritt und sich von da weiter bis auf
die Oberfläche der Burg verfolgen lässt (s. Mittheilungen 1
Taf. XV Fig. 1 und S. 276 f.). '
Die Aufräumungen im Westen der Terrasse haben ergeben ,
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