Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 206
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300 ATTISCHE PSEPIHSMEN
dem Bündniss gegen Alexander beizutreten, waren die Frei-
beuterzüge ihres früheren Verbündeten gegen die zum Seebund
gehörigen Inseln; es steht nichts im Wege anzunehmen, dass
die Affaire hei Peparethos dem Abschlüsse des Vertrages kurz
vorausgegangen sei. Die auf die beiderseitigen Bundesge-
nossen bezügliche Bestimmung ist sicher auf das Verlangen
der Athener in den Vertrag aufgenommen worden; der in
einem offiziellen Aktenstück auffallende Ausdruck Too; 'AOvi-
vxlov x-rxvTx; ist dafür bezeichnend. Welche
Bundesgenossen der Thessalier zu verstehen seien, kann
zuerst zweifelhaft sein. An die Thebaner ist aus verschiede-
nen Gründen nicht zu denken, ln Plutarchs Bericht über die
Pelopidas nach seinem Tode erwiesenen Ehren (Pelop. XXXIII)
werden neben den Thebanern ebenfalls ot Osccx'XoL xxt ot
tAx^c^ genannt. Eine Stelle Xenophons setzt es ausser
Zweifel, welche Völkerschaflen hier und in der Vertrags-
urkunde gemeint seien. Hell. VI 1,19 giebt dieser Historiker
die Stärke des thessalischen Heeresaufgebotes unter Jason
an 6uv To?; Tup^xx^on;. Hier sind natürlich zur Heeresfolge
verpflichtete Bundesgenossen zu verstehen, also nicht die
Thebaner, sondern T& xoxAoi ot Tsplotxot die Per-
rhäber, Doloper u. s. w. Die rechtliche Stellung der letzte-
ren , welche den Thessaliern Tribut zahlten und Zuzug leis-
teten, war derjenigen der Mitglieder des zweiten und mehr
noch des ersten attischen Seehundes analog; wie diese werden
sie daher von den Historikern gewöhnlich als ÜTiixooL (z. B.
Xen. Hell. VI 1, 9), in dem offiziellen Aktenstücke dagegen
als TÖtx^xyoL bezeichnet.
Z. 34-39.
S7TX!.v[s1?x[ä 'AyeXxOV TOV xp^OVTX [v]x.

* Dass an der Stelle über die Festsetzung des <?opo; durch Skopas Xen. Hell.
VI t , 19 mit ot nsptotxcu die umwohnenden Staemme bezeichnet werden, er-
giebt sich aus § 12 und 9 desselben Kapitels. Die richtige Erktaerung hat schon
Schoemann Antiquitates juris publ. Gr. S. 402. Irrthümlich ist die Steile neuer-
dings auf die Penesten übertragen worden.
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