Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 222
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ASKLEPIOS-HEUEFS

Kreuze vorm Zerbrechen schützten und zu christlichen
Bauzwecken tauglich machten. Asklepios, auf seinem feier-
lichen Stuhl, dessen Armlehnen, wie stets, von Sphinxen
getragen sind, hat seinen Stab hoch angefasst, und die
Schlange unter'm Stuhl und neben sich, beides grad wie
auf den Münzen von Epidauros, woher mit dem ganzen Cult
wol auch diese Gestalt des Gottes mit nach Athen kam.
Hygieia hat mit sonst nicht wiedervorkommendem Gestus
ihre Hand über dem Altar weg dem Haupte des anbetenden
zu erhoben, als segne sie ihn. Vgl. das Votivrelief des Theo-
pompos, beschrieben bei Suidas $. u. OsoTrog^ot; und sonst
(Stark, Arcli. Zeit. 1851, 315), wo es nach Beschreibung
des Kranken heisst : Trxpscvyixs 3s 6 Qsd$ xxt öpsys^ oi vviv
TrxK^ov ys^x, das Relief in der Pinakothek (115),
leidlich herausgegeben bei Lebas Mon. /%r. 53, weniger gut
Ephem. zu Nr. 286 und schlecht von Stephani Ausr. Herakles
Taf. IV 1, wo einer der Söhne des Asklepios in ähnlicher
Weise hinter dem Kopf eines Kranken steht, und die Hand
über ihn ausstreckt : doch ist hier die richtige Erklärung
vielleicht anders zu suchen (s. Arcli. Zeit.).

F. VON DUHN.
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