Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 238
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DER SUEDABHANG

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Richtung hin weiter zu hauen; andererseits aus der Erhebung
des Felshodens im Osten, welche bewirkte, dass an dieser
Stelle kein wesentlicher Niveauunterschied zwischen der öst-
lichen und der mittleren Terrasse war. ln der nachheidni-
schen Zeit hat man an der Südostecke die Fundamente der
alten Halle abgebrochen und aus den Stufen derselben die
auf dem Plan mit C bezeichnete Treppe gebaut.
Der Hallenbau der mittleren Terrasse steht, was die Sauber-
keit der Bearbeitung und Fügung der Werkstücke anlangt,
hinter der Halle der östlichen Terrasse sehr zurück und ge-
hört unzweifelhaft einer erheblich späteren Periode an. Ich
bin der Ansicht, dass er jünger ist als die Attalosstoa, deren
Bauzeit zwischen 159 und 138 v. Ch. fällt.
Südlich von der über der alten xpvivTi erbauten Cisterne sind
die Fundamente eines kleinen Gebäudes von 5,06 M. Länge
und 4,25 M. Breite f'F auf dem Plan), allem Anschein nach
eines mit der Front nach Südosten gewandt.
Auf einem Stereobat von Conglomeratstein liegt eine Lage sorg-
fältig behauener und geglätteter Felsquadern von 0,31 M. Höhe,
auf diesen an den beiden Lang- und der Rückseite des Ge-
bäudes eine Lage von Kalkstein. An der Frontseite haben die
Felsquadern eine Tiefe von 0,68 M.; davon diente die vordere
Hälfte als Stufe, während auf der hintern Hälfte, wie die
Bearbeitung zeigt, eine zweite Stufe (aus Marmor) auftag.
Die Oberfläche der unteren Stufe ist in der Mitte in einer
Ausdehnung von 1,50 M. leicht bearbeitet, augenscheinlich
weil man auf dem geglätteten Felsen der Gefahr ausgesetzt
war auszugleiten. Die aufgerissene Stelle wird dem mittleren
Intercolumnium entsprochen haben, das Gebäude somit ein
gewesen sein. Das verwandte Material und
die Sauberkeit der Bearbeitung der Werkstücke lassen mich
annehmen, dass der kleine Tempel in der besten Zeit Athens
gebaut ist.
An der östlichen Langseite des eben beschriebenen Gebäu-
des liegt ein viereckiges Fundament aus Gonglomeratstein,
anscheinend von einem Altar oder von einem grösseren Kunst-
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