Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 246
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DER SUEDABHANG

klepiosrelief ungewissen Fundorts ('E<p. xp^,- 286; Stephani^
Der ausruhende Herakles Taf. iV 1 u. S. 91 Anm. 6, vgl.
oben S. 222) und auf zwei an der Südseite der Burg gefunde-
nen Basen (vgl. Pervanoglu im Philol. XXIV S. 463), sodass
daran, dass Diophanes Priester des Asklepios gewesen sei,
nicht zu zweifeln ist. Auf einer verstümmelten Reiiefplatte
derselben Gattung stehen die Worte x-nxwcw... , welche
den Anfang einer anscheinend metrischen Inschrift bildeten
('AOvivxtovV S. 321). Auf einer andern Reliefplatte ist ein
nach links trabender bewaffneter Reiter dargestellt mit der
Überschrift OEO[3m]PO^ HPHIE. Auf einem kleinen Ba-
senfragment steht in Zügen, welche noch dem vierten Jahr-
hundert anzugehören scheinen, die Votivinschrift ('AO-^vKLov V
S.161):
-TH^HPQ)EYE[x^o;]
[ xvsOiQxs] NAPAPXHN [y * ** -
Ich kann diesen Gegenstand hier nicht weiter verfolgen ü
Als Guwxo$ der Aphrodite Pandemos nennt Pausanias die
Peitho. Das einzige am Burgabhang aufgefundene Monument,
welches den Namen der Aphrodite trägt, ist ein rechteckiges
Postament, auf dessen Vorderseite in den Schriftzügen des
ersten vorchristlichen Jahrhunderts die nachstehenden In-
schriften eingegraben sind :
EPMOT NTM^QN t^!AO^
A(j)POÄE!TH2:
ITANO^

* Dass die Reliefs mit dem sog. Todtenmahle dem Todtencult ihre Entstehung
verdanken und als Weihreliefs zu fassen sind, ist jetzt wollt atlgemein aner-
kannt, vgl. was zuletzt Fränket, Arch. Zeitung VII 1875 S. 148 und Mi-
chaelis ebenda VIH 1876 S. 48 darüber bemerkt haben. Eine Vergleichung der
auf den Todtencult bezüglichen Weihinschriften scheint zu ergeben, dass nach
der herrschenden Vorstellung die aus dem Leben Abgeschiedenen namenlos
waren und in dem ihnen gewidmeten Cult mit dem Gattungsnamen als Heroen
angerufen wurden. Damit ist zu vergleichen, dass die Inhaber gewisser
Priesterthümer in Athen bei der Uebernahme der Würde ihren bürgerlichen
Namen ablegten.
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