Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DER SUEDABHANG

welchem das vorgeschriebene Opfer dargebracht wurde*.
2. ) Votivstein in der Form eines langen platten Brodleibes,
h. M. 0,47, br. 0,27. Der Zapfen, mit welchem der Stein
im Boden befestigt war, ist weggebrochen. Auf der Vorder-
seite sehr verscheuertes Belief: links stehender Herakles, das
Löwenfell über den Kopf gezogen, vor ihm Altar, rechts
Adoranten, als Opferthier ein Schwein (?). Darüber die In-
schrift ('AQ^vo^ov V S. 163):
AY^TPATHg
YP E PTQN P A)A[mv
HPAKAEtAN EOHKE
Das Denkmal scheint nicht jünger als das dritte Jahrh. zu sein.
Die Form der Stele ist ungewöhnlich, scheint aber im Dienste
des Herakles, welcher ja manches Eigentümliche hatte,
üblich gewesen zu sein. Ich erinnere mich Vorjahren in Athen
den oberen Theil einer ähnlichen Stele gesehen zu haben,
welche die Aufschrift hatte : ^ÜKPATt-KHPAKAEf^.
3. ) Votivplatte, rechts gebrochen und an den übrigen Seiten
verstossen, mit der Aufschrift:
O E [ot
Mv]H^KTPAT(X-
&v]EOHKENHPA[x7s?
sut] AYKKKO[u-
Die Inschrift ist älter als die beiden vorher besprochenen.

t Es sind Bruchstücke von zwei gleichen Altären aufgefunden worden,
welche auch aus derselben Zeit stammen wie der Altar des Herakles. Aut dem
einem Bruchstück steht die Opfervorschrift: [Qustv -cjpafs ^63op.ou$ ßo5; (vgl.
Suid. u. d. W. ßoS$ eSSopLo; und mehr Stellen b. Müller Fr. hist. Gr. I S. 362,
16), darüber Reste von dem Namen der Gottheit wie es scheint.
2 Die Inschrift ist als Grabschrift herausgegeben mit der Ergänzung 'HpaxXs-
[tAwid von Fr. Lenormant, Monographie de la voie sacree kleusinienne S. 170,
wiederholt von Kumanudis, der den Stein selbst nicht gesehen hat, in den
'ET^Ypatpa! ^7ttv6p.6tot N. 1783. Der Stein soll bei Ayta Tpt&$ gefunden sein.
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