Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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HYPOTHEKENSTEINE AUS SPATA

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richtigen übliche Schreibweise, vgl. Corpus m&c?*. zUC 11 17 Z.
45; 203** S. 412 Z. 7; 600 Z. 27. ln der folgenden Z. hat der
Stein die cursive Form 6. Diese und die entsprechende Form
des Sigma kommen in Attika auf den open, für welche in der
Regel gewöhnlicher, häufig nicht einmal zur Aufnahme der
Schrift vorbereiteter Stein verwendet worden ist, seit dem vier-
ten Jahrhundert vor. ln den öffentlichen auf geglätteten
Marmorplatten eingegrabenen Inschriften erscheint die runde
Form im Text zuerst aber vereinzelt in der Zeit zwischen 48
und 42 v. Ch. Corp. m-scr. AB. 11 481 Z. 79 11), in einer
nachträglichen Correktur dagegen bereits im J. 378 v. Ch.
(ebenda N. 17 Z. 45). Hiernach sind die von Franz über das
Vorkommen der Cursivformen in den Inschriften gemachten
Angaben, welche bis in die neuste Zeit wiederholt und zur
chronologischen Fixirung nicht datirter Inschriften benützt
worden sind, soweit sie Athen betreffen zu berichtigen.
Aus der Umgebung von Spata stammt auch der folgende
Hypothekenstein (vgl. BuBc/m & corresp. BcB. 1 S. 235):

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Die Inschrift ist am Ende vollständig *.
ULRICH KÖHLER.
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* Die im Text besprochenen drei tnschriftensteine, welche ich im vergange-
nen Sommer in Spata copirt habe, sind seitdem durch die Fürsorge der archäo-
logischen Gesellschaft nach Athen gekommen.
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