Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DIE ANTIKEN KUNSTWERKE

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die scheinbaren Falten beruhen auf Verwitterung des Steins,
Die Arme scheinen bis zur Mitte bekleidet gewesen zu sein.
Der r. Arm hängt senkrecht am Körper herab; der 1. ist zur
Brusthöhe gehoben und hält an gekrümmtem Stengel
eine grosse stilisirte Blume (zwei in einander gehülste
glockenförmige Kelche mit geflammter Spitze). Das Haar der
Frau liegt glatt an , um die Stirn ist eine Erhöhung bemerkbar
(Flechte oder Tänie); auf den Rücken fällte dem Contour des
Nackens folgend; ein langer Zopf herab. Die Ohren stehen
ziemlich tief und weit nach hinten. Das Auge scheint
sich bereits der Prohlstellung zu nähern. Die Kopfform ist
nach oben und hinten zu oval; das Kinn stark entwickelt.
Die Brust sitzt hoch und ist bereits ein wenig nach aussen
gerundet. Der r. Arm zeigt dieselbe symmetrische Gliederung
wie in n. 15; der 1. Unterarm ist unverhältnissmässig lang.
Die ganze Haltung noch starr.
ß y. 35< 3m%* rngtntma mit zwei Figuren.

M. 27. — Früher in der Seidenspinnerei von C. DmaüN.
H. 0;25; B. 0;24. Bläulicher Marmor.
Links und unten abgebrochen. Sehr schlecht erhalten,,
zerfressen und mit Erde verwachsen, ln der Mitte (zwischen
den beiden Armen) ein durchgehendes Loch mit dem Rest
eines stark oxydirten Eisenzapfens.
Gipsabguss bei Martinelii Gatal. 283.
Zwei symmetrisch gestellte Figuren in Vorderansicht; von
der linken ist nur ein Theil des im halben rechten Winkel
erhobenen Arms erhalten. Rechts Kopf und Obertheil der
zweiten (männlichen) Figur^ die gleichfalls den r. Unterarm
mit geöffneter Hand im halben rechten Winkel erhebt ;
der 1. Arm geht; wie es scheint; im gleichen Winkel mit
dem andern über die Brust hinweg; doch ist die Hand nicht
mehr sichtbar. Vom Unterarm fällt vielleicht ein kleines Ge-
wandstück herab. Vom 1. Ohr abwärts folgt dem Contour des
Körpers eine lange perlenschnurähnliche Haarflechte ;
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