Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DIE ANTIKEN KUNSTWERKE

Der vordere Theil des Körpers ist nackt; das Gewand be-
deckt den Rücken und fällt einerseits über die 1. Schulter
herab;, andererseits schlägt es sich über die 1. Hüfte. Von dem
langen Haar fallen Locken über Nacken und Brust.
Das Nackte zeigt eine gewisse Fülle, ist aber auch von
Härten nicht frei.
33. Fragment einer AphrodUtestatne.
M. 116. — G. v. Eonfo/mpM/o-s. H. 0,49. Parischer Marmor.
Erwähnt im Buß. 1873 S. 184 (G. Hirschfeld).
Erhalten ist nur das nackte r. Unterbein, dem als Stütze
ein (wenig sichtbarer) Baumstamm dient. Vor diesem ein
abwärts gerichteter Delphin in Vorderansicht, auf wel-
chem noch deutliche Farbenspuren (roth) erkennbar
sind, zumal an den Zähnen und am Körper, welcher roth
gesprenkelt war. — Sorgfältige Arbeit.

3^. Statuette (Her ApBn odite mit Eros.

M. 414. — Gefunden im Hafen von Gythion. H. 0,37.
Marmor mittelkörnig.
Kopf, r. Arm und Fuss, 1. Unterarm fehlen.
Auf dem r. Bein ruhende Figur im hochgegürteten Aermel-
chiton mit Achselbändern; über Rücken, Unterleib
und Beine weites Gewand, das auf der 1. Seite der Figur den
Hintergrund bildet. Der r. Arm war in die Hüfte gestemmt
(erhalten ist noch die auswärts gekehrte innere Handfläche),
der 1. im rechten Winkel erhobene Arm zog den weiten
Mantel empor. Der Kopf war nachl. (vom Beschauer zurück-
geneigt und blickte nach r., wo hinter ihrer (1.) Schulter
sich ein kleiner Eros befand, dem zwei am Rücken befind-
liche Hache Ansätze (die reliefartig angedeuteten Beine) an-
gehören.
Anmuthiges, etwas schwebendes Motiv; Ausführung ziem-
lich flüchtig.
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