Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS SPARTA UND UMGEBUNG

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Auf der Löwenhaut Hegt nach r. in der typischen Weise
(den 1. Arm (Hand) fast unter das Haupt geschoben, das 1.
Bein etwas eingezogen) ein nackter Flügelknabe (auf
einem Flügel liegend), die Augen geschlossen. Haar länglich
und gelockt. Der r., jetzt zum grössten Theil fehlende Arm
geht über die Brust hinweg und fasste die neben ihm liegende,
nach unten gekehrte brennende Fackel.
Die Platte zeigt durchaus keine Spuren, dass sie als Urnen-
deckel diente. Ziemlich gute Arbeit.
E . TTodtesgemins, SJt*nen<ieekei.
M. 21. —L. 0,37, B. 0,21. Grobkörniger Marmor.
Auf felsigem Boden und seiner Chlamvs liegt mit eingezo-
genem 1. Bein der schlafende Flügelknabe (beide Flügel er-
scheinen hinten am Rücken) : die L. stützt den Kopf, die
Hand des über die Brust gehenden r. Arms (fehlend) fasst
einen am Boden liegenden undeutlichen Gegenstand (Köcher?);
darunter liegt der Bogen. — Sehr flüchtige Arbeit.

Schinfender Erot (Todesgenins ).

M. 312. — L. der Basis 0,20. Marmor grobkörnig.
Von der Hälfte der Oberschenkel ab gebrochen. Die Basis
ist oval, doch nicht als Urnendeckel behandelt. Auf kleiner
Chlamys ruht in gewohnter Weise mit untergeschobener 1.
Hand der Flügelknabe; beide Flügel gehen nach hinten. Mit
der Hand des rechten, über dem Körper liegenden Arms fasst
er einen Gegenstand ähnlich dem in n. 41, vielleicht Köcher,
obgleich ein Bogen nicht angedeutet ist. — Arbeit mittel-
mässig.
^3. Kopf einer gieiciien Eigne.
M. 71. — G. v. RAa/H's. H. 0,12. Mittelkörniger Marmor.
Kopf mit langem gelocktem Haar und Scheitelflechte, an
seiner r. Seite sehr hoch gelegener Flügelansatz. Die Augen
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