Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS SPABTA UND UMGEBUNG

33t

SU. Statue eines Jüngiings (Attis).
M. (Nummer fehlt). — G. v. Ko?y)AmM/h'.s. H. 0,82. Fast
feinkörniger (etwas gelblicher) Marmor mit Glimmerlagen.
Es fehlen die Unterschenkel (von oberhalb des Knies) und
die Arme von der Mitte der Oberarme ah.
Vgl. Vischer, Emd?'äcA:e cms GnccAenümd,
S. 389 (Paris oder Attis); Bursian im Anr/meoL Ayzzcf^crXH
(1854) S. 478 (Paris oder Attis); A?maE 1861
S. 37 (Conze-Michaelis); BaE. 1873 S. 184 (G.
Hirschfeld : Ganimede).
Rechtes Standbein; das 1. Bein etwas vor. Am 1. Ober-
schenkel Ansatzbruch wohl eines Baumstammes; über der r.
Schulter nach dem Nacken zu Rest eines etwas gekrümmten
Gegenstandes, vielleicht eines Pedums. Bekleidet ist die Figur
nur mit leichter, über der r. Schulter genestelter Chlamys.
Der Kopf mit reichem und langem Lockenhaar ist nach r.
(vom Beschauer) gewandt, leise gesenkt und trägt eine der
phrygischen Mütze sehr ähnliche Bekleidung, deren oberer
Wulst fehlt (an seiner Stelle ein Zapfenloch) : die Backen-
bänder der Mütze sind hochgezogen und waren wohl hei dem
Wulste zusammengeknüpft, ln dem stark besessenen Gesichte
ist ein sentimentaler Ausdruck unverkennbar; die Stirn ist
gewölbt^, die untere Gesichtspartie schmal.
Arbeit etwas oberflächlich, doch nicht ohne Raffinement.
Totaleindruck glatt und wie verwaschen. Der sanfte, melan-
cholische Gesichtszug dürfte doch wohl für die Deutung auf
Attis entscheidend sein; vgl. Friederichs, Ber/ms n/üiAeB&ho.
H n. 2006.

Statuette des Dionysos*
M. 350. — H. 0,56. Marmor fast feinkörnig.
Sehr stark bestossen; die Beine (bis auf den 1. Ober-
schenkel) und Unterarme fehlen.
Aus einem viereckigen Pfeiler wächst die auf r. Standbein
ruhende jugendliche Figur heraus. Der r. Arm war über das
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