Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DIE ANTIKEN KUNSTWERKE

Erhalten sind nur die aneinander geschlossenen Beine mit
Bauchansatz, dahinter ein runder Pfeiler (Baumstamm), an
welchem 1. und r. je eine Flöte lehnt oder hängt. Diejenige
1. (0,34 lang) hat die Form einer geraden Hirtenschalmei mit
schnabelförmigem Mundstück und vier von der Hauptröhre
rechtwinklig abstehenden kurzen , nach oben sich erweitern-
den Röhrchen (etwa 0,04 lang) an Stelle der Tonlöcher (das
oberste etwas kleiner); auf der andern Seite, zwischen dem
ersten und zweiten Röhrchen, ein kleiner Ansatz, einer Klappe
ähnlich. Die Flöte r. (0,38 lang) ist unten gekrümmt, sonst
der vorigen durchaus gleich, nur ist die Klappe etwas grös-
ser *. — Um die runde, 0,12 hohe Basis (unter derselben ein
grosses, rundes aber nicht tiefes Loch, 0,09 im Durchmesser)
drei Thiere im Relief : in der Mitte Hund, nach r. rennend
und einen Eber verfolgend; hinter dem Hunde ein Hase, da-
von laufend. Im Hintergründe scheint Strauchwerk angedeutet.
Die Figur mag dem bacchischen Kreise oder demjenigen
der Kybele angehören. — Arbeit mittelmässig.
Fragment emes Herakles (dem fames!schen
aehnHch).
M. 115. — G. v. RAndf-s. H. 0,33. Mittelkörniger Marmor.
Erwähnt in d. busL 1861 S. 37 (Conze-Michaelis).
Erhalten ist nur der obere Theil der Brust nebst 1. Ober-
arm, unter dessen Achsel das Löwenfell sichtbar ist, das
über der Keule lag. Der Kopf war nach 1. gesenkt. —
Mittelmässige Arbeit.

Maemdicher Torso (Herakles).
M. 107. — G. v. RAtdb's. H. 0,33. Marmor mittelkörnig.
Kopf, beide Arme und Beine fehlen.

i Aehnliche Floeten Annali d. Inst. 1858 Taf. 18, 1863 Taf. 80, 2 ; Gerhard
ant. Bildwerke Tal. 85, 1.
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