Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS SPARTA UND UMGEBUNG

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Der r. Arme war erhoben, der 1. anliegend. Über den nack-
ten Körper geht ein Band von der r. Schulter nach der 1.
Seite, wo damit ein unbestimmbarer Gegenstand zusammen-
zuhängen scheint, von welchem nur ein rundlicher Ansatz
übrig ist. Die ausserordentlich kraftvollen Formen (auch auf
der Rückseite) deuten auf Herakles; vielleicht war der Heros
gewaffnet dargestellt : vgl. Pausan. Hl 15, 3.
^9. Heraktestorso.

M. 301. —G. v. P. PM&s. H. 0,35. Mittelkörniger Marmor.
Kopf, Arme und Beine fehlen.
Gipsabguss bei Martinelli, Catal. 290.
Der Oberkörper ist etwas nach r. gebogen; derr. gesenkte
Arm war etwas nach rückwärts gerichtet. An der 1. Seite von
den Rippen bis zur Backe herab ein Ansatzbruch.
Kräftige Formen die auf Herakles deuten. — Gute Arbeit.

80. Kleiner Herakiestorso.

M. 310. — G. v. P. PncAyghnnüg. H. 0,18. Marmor dem
pentelischen ähnlich.
Es fehlen die Beine bis auf die Ansätze, der r. Arm, der
1. bis auf den halben Oberarm, der Kopf.
Gipsabguss bei Martinelli, Catal. 291.
Vgl. M. 1873 S. 184 (G. Hirschfeld).
Der völlig nackte Körper ist nach seiner 1. Seite hin ge-
wandt, mit erhobenem rechten und über die Brust hin etwas
abwärts gerichtetem und angepresstem 1. Arm. Der Ansatz
der Beine führt auf die Richtung nach vorn wie bei sitzender
Stellung, doch fehlt an dem völlig ausgearbeiteten Gesäss jeder-
lei Spur, dass der Heros sitzend dargestellt war. Nach dem
Bruche zu urtheilen war der Kopf tief auf die Brust gesenkt
und nach r. vom Beschauer gewandt. Die Muskeln scheinen
gespannt, zumal am 1. Oberarm. An seinem r. Oberschenkel
auswärts eine grössere Ansatzspur, eine ganz kleine über der
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MITTH. D. ARCH. INST. II.
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