Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DIE ANTIKEN KUNSTWERKE

r. Brust. Bei der Bruchstelle des Halses sind auf dem Nacken
einige Haare angegeben (nicht Kopfhaare), etwas haarig ist
auch der Unterleib über der pubes, welche ihre besonderen
dichten Haare hat.
Der Heros scheint in Anstrengung begriffen dargestellt zu
sein : der Gegenstand seiner Beschäftigung lag an seiner r.
Seite. Die Statuette ist dem Torso des Belvedere nahe ver-
wandt, aber keineswegs eine Wiederholung desselben,
wie G. Hirschfeld behauptet. Zu vgl. ist auch die ähnlich
fragmentirte Heraklesstatuette aus Smyrna bei Le Bas Loy.
arcA., mon, hg. Taf. 144. — Die Arbeit ist durchaus gut,
doch für die kleine Statue etwas übertrieben vollendet.


M. 52. — G. v. NnMMsaA'äs. H. (mit Hals) 0,60. Marmor
fast grobkörnig.
Stirn, Haar, Nase stark bestossen. Vom Bart war ein
Stück am Kinn angesetzt (Zapfenloch). Hinterkopf, Theil des
Oberkopfs und Hals abgeschnitten. Verticale Rinne längs des
Nackens; auf dem Scheitel ein keilförmiges Stünk ausge-
schnitten mit tiefen Zapfenlöchern (offenbar zur Befestigung
durch Eisenklammern).
Vgl. ArcAaco/. Xüy. XH (1854) S. 478 (Bursian); Ba/U
1873 S. 184 (G. Hirschfeld).
Der Blick ist etwas nach oben gerichtet, der Mund leise
geöffnet. Grossartige Formen. Hinten wenig bearbeitet. An
der geringeren Vollendung seiner 1. Seite sowie an der Hals-
linie erkennt man, dass der Kopf nach r. vom Beschauer ge-
wandt war.

Herak!eskopf.
M. (Nummer fehlt). —- Nördlich von der Akropolis gefun-
den. H. 0,23. Marmor grobkörnig.
Arg bestossen.
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