Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS SPARTA UND UMGEBUNG

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ROH. TWelbHcher MeaRkopi, TTerracotta.
Sparta, im Besitz des Apothekers G.
H. (mit etwas Hals) 0,20. RöthlicheTerracotta, hohl. Mehr-
fach bestossen, geplatzt und zusammengekittet.
Vgl. BM/k 1873 S. 212 (G. Hirschfeld).
Der Kopf war nach seiner r. Seite etwas geneigt. Das
Haar gescheitelt, leise gewellt und zurückgestrichen. Hohes
zurückstehendes Diadem (stark bestossen); zwischen diesem
und Haar mehre Ansätze eines Blätterkranzes (Epheu?). Bei
den Ohren hängt je eine roh geformte Locke senkrecht herab
(die an der r. Seite fehlt; Locken, Ohr, Blätterkranz und
wohl auch das Diadem im weichen Thon später angesetzt
und mit dem (( stecco )) nur flüchtig modeliirt). Das von
unten nach dem Scheitel zu aufgenommene Haar des Hinter-
haupts ist nur flüchtig angedeutet. Auf dem Wirbel zer-
brochen. Das ovale Gesicht hat ganz den Typus der Aphrodite.
Die Stirn ist gewölbt, der Mund leise geöffnet, das Kinn
vielleicht etwas getheilt. Die r. Gesichtspartie etwas voller.
U Reifer Stil, alsTerracotta nicht unbedeutend. Doch scheint
uns die spartanische Provenienz nicht gesichert.

106. J&laennHcher TTorso*

M. 110. — H. 0,35. Marmor mittelkörnig. Es fehlen Kopf,
r. Arm, Unterkörper von den Hüften abwärts.
Der 1. Arm ist in die Seite gestemmt, von Gewand um-
hüllt, das nach Art der Asklepiosbildungen Brust und r.
Schulter frei lässt. — Arbeit ziemlich gut, doch etwas hart.
MaennHcher Tot 80*
M. 108. — G. v. RAa/h'g. Mittelkörniger Marmor.
Erhalten ist nur der Rumpf; die rechte Brust zerstossen,
L Hinterbacke und Rücken fehlen, auch sonst stark beschä-
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